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16. April 2026

Im Rahmen des Test Camp Intralogistics und des International Forklift of the Year (IFOY)-Wettbewerbs  wurden heute in Dortmund die vorläufigen Zertifikate 2026 durch Jan Drömer, den Vorsitzenden der VDMA-Sektion Fördertechnik und Intralogistik an die 17 Nominierten überreicht, die jetzt in die Endrunde gehen. 

16. April 2026

Die Generalversammlung des Schweizerischen Verbands für Temperaturgeführte Logistik auf Schloss Lenzburg befasst sich am 8.Mai neben den üblichen Traktanden mit Personal-Management, zeitgemässer Werbung um Fachkräfte auf Social Media und der Frage, ob humanoide Roboter irgendwann hilfreich sein werden.

15. April 2026

Deutsche Technik steht immer noch hoch im Kurs, wenn es um zügigen Materialumschlag, die Eliminierung von Schwachstellen und Servicequalität geht. Nach erfolgreichen Projekten in Oklahoma und Texas, setzte der Stahlhändler «Steel and Pipe Supply» (SPS) in Kansas City erneut auf Sägen und Lagern mit Kasto. 

15. April 2026

Bito geht mit einer wirtschaftlichen Alternative für Unternehmen in die Offensive, die ihren Lager- und Produktionsbereich neu ausstatten, erweitern oder temporär ergänzen wollen, ihr Kapital aber nicht langfristig binden möchten: Mieten statt kaufen, lautet die Devise. Die Vorteile - zumal in «dynamischen Zeiten» - leuchten ein.

15. April 2026

Eine erweiterte globale Plattform für das Gesundheitswesen präsentiert der Logistik-Dienstleister Yusen an der LogiPharma in Wien, an der sich dieser Tage Unternehmen wie Novartis, Bayer, Takeda und der Klinikversorger UCB beteiligen. Es geht um die professionelle Bereitstellung spezialisierter  Gesundheitslösungen.

15. April 2026

Die eigene Schienenverbindung der Coop für die Stadtlogistik in Zürich, stromlinienförmige Logistikfahrzeuge und die  Auslagerung der gesamten OP-Logistik in einer Kooperation zwischen der Klinik Seeschau und der Schweizerischen Post sind die Projekte, die für den diesjährigen Swiss Logistics Award von GS1 in den Endspurt gehen.

14. April 2026

Druckluft ist bislang eher für feste Installationen gedacht. Auch Vakuum-Greifer von Schmalz arbeiten vorwiegend mit Leitungen, die oft quer durch Hallen und Anlagen geführt werden müssen. Doch die mobile Robotik benötigt zunehmend flexible Lösungen. Ein Bedarf, dem Schmalz nun verstärkt nachkommen will.

13. April 2026

Die Spezialisten für Software zur Steuerung intralogistischer Prozesse von Safelog haben an der LogiMAT eine Kooperation mit den Antriebs-Experten von SEW Eurodrive geschlossen, um gemeinsam eine  leistungsstarke Software zur Steuerung mobiler und stationärer Prozesse in der Intralogistik zu entwickeln. 

10. April 2026

«Never walk alone» könnte die Devise eines Networking-Events der Beratungsexperten von «Adnovum» lauten, bei dem am 7.Mai in Zürich der Digitale Produktpass (DPP), Cybersicherheit und IT-Chancen mit Petra Merino (GS1 Switzerland) und Sicherheits-Fachmann Andreas Achterholt.auf dem Programm stehen.

10. April 2026

Mit einer Werkhalle in Obersiebenbrunn bei Wien erweitert Bahnhersteller Stadler die Kapazitäten für die  Inbetriebsetzung, Zulassung und den Service moderner Schienenfahrzeuge in Österreich. In der Werkhalle werden bereits seit März 2026 die Hochgeschwindigkeitszüge der Westbahn gewartet.



Stapler-Ballett statt Stop-and-Go



WAGNER Schweiz AG






Stapler-Ballett statt Stop-and-Go

30. August 2021

 

 AGV-Experte Henrik Schröder erinnert sich noch an die Gebrauchspuren an fahrerbetriebenen Hubwagen: «Die Fahrer kurvten immer bis auf Berührung irgendwo ran». Bei einem fahrerlosen Transportfahrzeug finde sich dagegen «kein einziger Kratzer mehr». Erfolg einer ausgereiften Sensor-Konfiguration.

Es ist das Ergebnis sorgfältiger Entwicklungsarbeit an Fahrerlosen Transport-Systemen, den sogenannten Automated Guided Vehicles (AGV). Natürlich geht es auch um höhere Umschlagsleistung, um Kosteneinsparungen und mehr Produktivität, etwa dank höherer Geschwindigkeiten auch in engen (Kurven-)Bereichen. Und last but not least: um maximale Sicherheit für Menschen, Produkte und Fahrzeuge.

Henrik Schröder, Entwicklungsleiter im FTS-Bereich bei Jungheinrich: «Es hat sich fast zwingend ergeben, dass wir dieses Projekt machen», zwinkert er. Mit «diesem Projekt» meint er den inzwischen bekannten Deichsel-Hochhubwagens ERC213a.

Ein echter Startvorteil war dabei, dass keine vollständige Neuentwicklung auf die Räder zu stellen war. Denn die automatisierte Version baut auf das langjährige Fahrzeug-Know-how, das schon in den manuell geführten ERC-Serienmodellen steckt; diese verrichten seit Jahren und in hohen Stückzahlen ihre Be- und Entladearbeiten.

«Mitarbeitende zum Führen von Hochhubwagenlassen sich kaum noch finden», so Schröder. Insbesondere für Unternehmen, die im 3-Schicht-Betrieb arbeiten, eine echte Herausforderung. Automatisierte Fahrzeuge können den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ausgleichen.

Der ERC213a (das «a» steht für die automatisierte Version) wurde unter massgeblicher Mitwirkung von Sick mit Reflexions-Lichttaster, Distanzsensoren und Ultraschallsensoren ausstaffiert. 3D-Kollisionsschutzsensoren verhindern, dass andere Fahrzeuge gerammt werden, die beispielsweise mit hochgefahrenen Gabeln herumfahren oder geparkt wurden.

Noch ein entscheidendes Kriterium ist die Geschwindigkeit. «Als wir mit der Entwicklung des ERC213a begannen, setzten wir schon vor deren offizieller Markteinführung auf die Sicherheits-Laserscanner microScan3», sagt Schröder. Die schauen mit bis zu 128 möglichen Schutzfeldern bis 9 m voraus. «Aber schnell geradeaus fahren kann jeder», meint der Entwicklungsleiter und verweist auf das Thema Kurvenagilität.

Je schneller das Fahrzeug durch Kurven fahren soll, desto weiter müssen die Sicherheitslaserscanner vorausschauend den Fahrweg absichern. Und je mehr Schutzfelder zur Verfügung stehen, desto agiler kann das Fahrzeug bewegt werden. Die microScan3 Scanner ermöglichen es Jungheinrich, eine Vielzahl von Schutzfeldern massgeschneidert zu konfigurieren. Mit einem Simulationstool legten die Ingenieure bei Jungheinrich die notwendigen Schutzfelder aus und importierten sie in die Scanner. Teil-Projektleiter Dennis Flottran sieht hier eine Besonderheit in der Zusammenarbeit mit dem Sensorhersteller: «Die Importfunktion des microScan3 ermöglicht uns die Bereitstellung von sehr vielen Feldern und dadurch eine Feinstabstufung von Kurvenfahrten.»

Abb.: Sick/Jungheinrich AG

So entstand schon vorab ein realistisches Bild, wie die Fahrzeuge sich in der Anlage verhalten würden. Bis dahin hatte man nur einen Datensatz von rechteckigen Schutzfeldern. «Quadratisch, praktisch, gut», kommentiert es Dennis Flottran, «aber in der Realität beim Kunden musste man bei engen Kurvenfahrten während der Inbetriebnahme häufig manuell eingreifen und das Fahrverhalten anpassen.»

Durch die neuen microScan3 kann der ERC213a infolge der verbesserten situativen Anpassbarkeit Hindernisse sicher umfahren. Jungheinrich war die besonders hohe Winkelauflösung wichtig, denn umso präziser lassen sich die Schutzfelder gestalten, um mehr Performance zu erreichen. Engen Spurversatz durchfährt der Hochhubwagen ohne grosse Einbussen an Geschwindigkeit.

Hendrik Schröder / Dennis Flottran (Jungheinrich)

www.sick.com

 




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