Abb.: Scania

Ein erster Vertrag des skandinavischen Lkw-Herstellers mit «H2 Green Steel» soll die Fahrzeug-Produktion mit nachhaltigem Stahl versorgen. Die Produktion in Boden (Nordschweden) soll 2025 beginnen, die ersten Auslieferungen des nachhaltigen Materials sind für 2027 vorgesehen. 

Die weitreichende Vereinbarung, heisst es, sei ein zentrales Element der ehrgeizigen, branchenführenden Strategie von Scania, die grössten Quellen von CO2-Emissionen aus Produktions-Materialien und Batterien zu eliminieren. Erklärtes Ziel ist für Scania, bis 2030 die wichtigsten Emissionsquellen in seiner Lieferkette zu eliminieren und 100 Prozent grünen Stahl, 100 Prozent grüne Batterien, 100 Prozent grünes Aluminium und 100 Prozent grünes Gusseisen in der Produktion zu verwenden.

Wichtiger Aspekt sei auch die Rolle von Scania als Partner in der «First Movers Coalition», die Unternehmen dazu ermutigt in Bereichen, die nur schwer zu dekarbonisieren sind, verstärkt kohlenstoffarme Produkte einzukaufen. Für die Herstellung eines Lastwagens würden etwa vier Tonnen Stahl verwendet – damit berge die Verwendung von grünem Stahl ein erhebliches Potenzial.

Abb.: H2 Green Steel 

«Mit diesem ersten Auftrag unseres strategischen Partners H2 Green Steel setzen wir unsere Bemühungen fort, die Auswirkungen unserer Lieferkette auf das Klima zu minimieren», sagt Entwicklungs-Chef Anders Williamsson.

«Scania ist vom ersten Tag an einer unserer grössten Unterstützer gewesen. Nicht nur, weil sie uns geholfen haben, die Chancen für grünen Stahl zu definieren, sondern auch als früher Startkapitalgeber. (…) Scania war das erste Unternehmen seiner Branche, das sich wissenschaftlich fundierte Ziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen gesetzt hat», sagt Mark Bula, Verkaufs-Chef von «Boden Steel».

Strategie und Ziele zur Dekarbonisierung der Lieferkette umfassen zunächst die Produktion von Scania in Europa, sollen aber nach und nach auch auf die Produktion in China und Lateinamerika ausgeweitet werden.

www.scania.ch