WWW.LOGISTICSINNOVATION.ORG
Das Online-Magazin für die Schweiz, die EU und den Rest der Welt
Rekordwerte in Parkstein
05. Februar 2026
Automatisierungs-Spezialist Witron meldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025. Aufgrund neuer Projekte mit Lebensmittel-Einzelhändlern aus Europa und Nordamerika sei mit mehr als 2 Mrd. Euro der bislang höchste Auftragseingang der Firmen-Historie verzeichnet worden.
«Eyecatcher» und Robotrebellen
05. Februar 2026
Die Autonome Intralogistik mit fahrerlosen Systemen, Shuttles und autonomen mobilen Robotern (AMR) entwickelt sich rasant weiter bis hin zu humanoiden Systemen. An der LogiMAT 2026 sollen als «Eyecatcher» bereits die nächsten Entwicklungsstufen zu sehen sein.
«Raum für weiteren Sachverstand»
04. Februar 2026
In einer Sitzung des deutschen Bundeskabinetts wurde heute Grünes Licht für die Besetzung des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn gegeben. Von seiten des Verkehrministeriums hiess es, man schaffe «Raum für weiteren (externen) Sachverstand» – mit Christoph Franz, Birgit Bohle und Elisabeth Lepique.
Stadlerrail besetzt Verwaltungsrat neu
04. Februar 2026
Im Mai werden bei der Generalversammlung des Bahnherstellers Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa nicht mehr zur Wahl antreten. Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn, die im Bereich der Mobilität und des Projektmanagements als sehr erfahren gelten, sollen nachrücken.
Ferag: Überkopf im Mittelpunkt
04. Februar 2026
Anlässlich der LogiMAT (24. bis 26. März, Stuttgart) zeigen die Fördertechnik-Spezialisten der Ferag Sortiersysteme, die gleichzeitig als Pufferlager dienen, energieeffiziente Anlagen für die Warenbeförderung über längere Strecken und weitere Software-Lösungen über das hauseigene «ferag.doWarehouse» hinaus.
Schallprognosen für die Nachtlogistik
03. Februar 2026
Bei einem Anwendertag des Fraunhofer IML ging es im zurückliegenden Herbst um «Geräuscharme Logistik». Jetzt befasste sich ein Think Tank für Mobilität, Transport & Logistik, ein Innovations-Zirkel der Logistik-Initiative Bayern, noch einmal speziell mit «Geräuscharmer Nachtlogistik».
Dreigeschossiger Pick-Tower
03. Februar 2026
In Kozomín bei Prag kombiniert SSI Schäfer für Rossmann verschiedene Technologien in einer teilautomatisierten Lagerlösung mit Picktower, Pick by Light-Kommissionierung und ergonomischen Arbeitsstationen für die 200 Drogeriefilialen und den E-Commerce in Tschechien.
Schlag auf Schlag by Clark
03. Februar 2026
Clark Europe baut weiterhin konsequent das Netz seiner Vertriebs-Partnerschaften in Europa aus. Dieser Tage kommt in Slowenien die Kooperation mit Arko als offiziellem strategischem Partner hinzu. Der Vertrag wurde in der Europazentrale von Clark in Duisburg unterzeichnet.
Herstellerunabhängig steuern
02. Februar 2026
Regalbediengeräte unterschiedlicher Hersteller in ein und derselben Anlage auf einheitlicher Basis steuern oder die Palettenfördertechnik neuesten Anforderungen anpassen: Mit projektspezifisch massgeschneiderten Konzepten steigert Telogs die Leistung und Verfügbarkeit von Intralogistiksystemen.
Montageführung mit Pick-by-Light
02. Februar 2026
Dass die Fehlerrate bei Kommissionierung mit lichtgeführten Signalanzeigen gegen Null tendiert ist bekannt. Das gilt auch für Montage-Arbeitsplätze. «PickTerm Flexible» von KBS hält zusätzliche Optionen mit Sensorquittierung und Behälterausleuchtung zur Anpassung an unterschiedlichste Lagerstrukturen parat.
Schallprognosen für die Nachtlogistik
WAGNER Schweiz AG
Schallprognosen für die Nachtlogistik
03. Februar 2026
Bei einem Anwendertag des Fraunhofer IML ging es im zurückliegenden Herbst um «Geräuscharme Logistik». Jetzt befasste sich ein Think Tank für Mobilität, Transport & Logistik, ein Innovations-Zirkel der Logistik-Initiative Bayern, noch einmal speziell mit «Geräuscharmer Nachtlogistik».
Lärmpegel vermessen
Unter der Rubrik «GeNaLog» hatte die Teamleiterin «Urbane Logistik und Elektromobilität» des Fraunhofer IML, Daniela Kirsch, Gelegenheit, den derzeitigen Stand der Forschungen noch einmal zu rekapitulieren. Während tagsüber Strassen und Ladezonen überlastet sind, kann eine geräuscharme Nacht- und Randstundenlogistik Waren effizient und stadtverträglich zustellen. Damit können E-Lkw und geräuscharmes Be- und Entladeequipment einen wichtigen Beitrag zu emissionsfreier, lebenswerter Stadtlogistik leisten. Grundidee ist es, leisere Nutzfahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien für die Anlieferverkehre nach 22 Uhr abends und vor 6 Uhr morgens zu nutzen.
Geräuscharme Alternativen
Im Oktober hatten sich die Teilnehmenden des Anwendertags anhand eines 26-t-E-Lkw in Dortmund von der Wirkung von speziellen Leise-Lauf-Rollen für Rollcontainer und einem geräuscharmen Boden für Trailer über geräuscharme Alternativen beim Ladeverkehr überzeugen können. Mit einer akustischen Kamera wurden die Unterschiede in der Lärmentwicklung visualisiert.
Forschende am Rollwagen
Das Fraunhofer IML präsentierte dort auch ein staatlich gefördertes Projekt »SNAP – Silent Night Analysis and Planning«, das Unternehmen und Kommunen dabei unterstützen soll, die Potenziale zur Ausweitung von Betriebszeiten und Auswirkungen auf ihre Touren abzuschätzen.
Studie rekapituliert
Jetzt wurden auf Intiative des bayerischen Think Tanks in einer Online-Konferenz mit mehreren Dutzend Teilnehmern von Logistikanbietern, dem Mobilitätsreferat München, von Beratungsunternehmen und der IHK, mit IML-Teamleiterin Daniela Kirsch und unter Begleitung von CNA-Manager Johannes Kraus nochmals die Chancen einer solchen geräuscharmen Logistik reflektiert.
Abb.: Fraunhofer IML
So ganz brandneu ist die Studie mit dem Namen GeNaLog nicht. In Ballungszentren ergeben sich für Lieferverkehre oft nur sehr enge Zeitfenster, in denen Märkte, Händler und Restaurants beschickt werden können. Lärmursachen sind meist das Öffnen und Schliessen der Fahrertür, das Radio, das Überfahren der Ladebordwand mit Ladehilfsmitteln und das Öffnen und Schliessen der Ladebordwand. Oft bleibt nur, die Lärmquellen durch eine Schulung der Fahrer in Verbindung mit einer Arbeitsanweisung weitestmöglich zu reduzieren.
Grenzwerte berücksichtigen
Das Aufsetzen der Ladebordwand auf dem Untergrund kann, sofern erforderlich, durch den Einsatz von Gummimatten gedämpft werden. Die Ladebordwand an sich sowie der Kofferaufbau können durch eine geräuschmindernde Beschichtung technisch für eine geräuscharme Belieferung angepasst werden. Rollcontainer und Thermoroll- behälter können mit Leiselaufrollen umgerüstet werden und die Paletten mit geräuscharmen Elektro-Niederhubwagen in die Filialen verbracht werden.
Foto: IML
Interessant ist für Logistiker, dass zum Beispiel durch die Berücksichtigung von Lärmgrenzwerten, bei denen die jeweiligen Schalleinwirkungen auf angrenzende Wohngebiete kartographisch visualisiert werden, die Lieferzeiten durch zusätzliche nächtliche Lieferfenster von zwei auf drei erhöht, und somit womöglich auch die Zahl der insgesamt notwendigen Fahrzeuge reduziert werden können.
«Isophone» ermittelt
Die Forschenden erstellten im Rahmen der GeNaLog-Studie per Mikrophon und Kamera «Isophonen»-Karten bei Vorbeifahrten von Lkws von 7 t bis 40 t. Ein erster Teil der Ergebnisse wurde bereits 2020 in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Ein zweiter Teil soll im kommenden Sommer folgen.
Bei aller Gründlichkeit in der Ermittlung von Lärmgrenz- und Immissions-Schutzwerten, ergab die Nachfrage eines Teilnehmers, kam die Einrichtung von über das Stadtgebiet verteilten «Urban Hubs», quartierbezogenen Umschlagplätzen unter Nutzung kleinerer Lastfahrzeuge, oder anderen grundlegenden strukturellen Änderungen im Stadtverkehr in der Studie nur ganz am Rande zur Sprache.
Auf dem Reissbrett...Abb.: IML
Das Thema ist hochkomplex, zumal auch in Deutschland mit seinen föderalen Strukturen Betreiber und Antragsteller in Städten und Gemeinden immer wieder auf unterschiedliche Bauverordnungen stossen, die bei der Einrichtung von Anlieferzonen zu berücksichtigen sind.
«Letzte Chance» für «Säumige»
Zur geräuschärmeren Arbeitsweise gehört auch die Entsorgungslogistik, meint ganz am Schluss ein Teilnehmer. Skurril, aber realistisch: Mancherorts sei das Problem aufgetaucht, «dass manche Leute erst die Mülltonnen rausstellen, wenn sie aus der Ferne den Müllwagen hören». Diese «letzte Chance» für «Säumige» entfalle natürlich, wenn das Abfuhrfahrzeug einen bestimmtenGeräuschpegel konsequent unterschreite und somit erst bemerkt werde, wenn es beinahe schon wieder weg sei.
Wer ist online
Aktuell sind 2803 Gäste und keine Mitglieder online