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01. Februar 2026


Nach der Messe ist vor der Messe: Nach der Logistics & Automation in Bern steht vom 24. bis 26. März wieder die LogiMAT in Stuttgart mit ihrer inzwischen immensen Grössenordnung vor der Tür. In allen Segmenten präsentieren die Aussteller Neuheiten mit integrierten KI-Anwendungen und KI-Methoden.


Bei Investitionen in Innovationen zur digitalen Transformation sind Methoden und Anwendungen der
 Künstlichen Intelligenz (KI) inzwischen unumgänglich. Doch vielerorts, so eine aktuelle Studie von  Beratungsunternehmen IDC und IT-Entwickler SAS, fehlen in vielen Unternehmen die nötigen IT- Strukturen, um KI-Vorteile effektiv zu nutzen. Infolgedessen, so die Studie, stehe das Vertrauen in KI «auf  wackeligen Füssen, weil mangelnde Sicherheits- und Kontrollmassnahmen fehlen».

Optionen dies zu ändern, stellen die internationalen Aussteller auf der LogiMAT 2026 vor.  «Automatisierung und KI sind längst keine Trends mehr, sondern entscheidende Erfolgsfaktoren», urteilt  LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty von der Münchener Messe- und Kongress-GmbH «Euroexpo».  «Insbesondere, wenn sie nicht isoliert eingesetzt wird, ist KI die Basis für effiziente Prozesse. Mit ihren jüngsten Produktentwicklungen präsentieren die LogiMAT-Aussteller aller Branchensegmente Neuheiten,  die mit bereits integrierten KI-Anwendungen und KI-Methoden auf durchgängige KI-Unterstützung sowie  Optimierung aller Arbeitsbereiche und Geschäftsprozesse der Intralogistik ausgelegt sind und  entsprechenden Mehrwert bieten.»

Das betrifft per se zunächst insbesondere die in Halle 4 auf dem Stuttgarter Messegelände zu  erwartenden Neuentwicklungen im Software-Bereich. Mit dem Ziel, KI-gestützte Prozesse  schneller umzusetzen, technische Abhängigkeiten zu reduzieren und Automatisierung breiter  nutzbar zu machen, stellt etwa WMS-Anbieter Logistics Reply (Halle 4, Stand 4B52) «GaliLEA  Dynamic Intelligence» vor. Die neue Technologie soll die Erstellung und den Einsatz von KI-Agenten vereinfachen.

Über eine visuelle Oberfläche lassen sich die Agenten konfigurieren, die  Daten aus unterschiedlichen Quellen auslesen, externe Systeme anbinden, Anomalien erkennen und operative Entscheidungen in Echtzeit unterstützen.  KI-Anwendungen für bessere Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette zeigt mit dem  neuen KI-basierten Forecast-Service «Demand AI» auch der Anbieter «Inform» (Halle 4, Stand  D61). Die cloudbasierte Lösung erstellt kontinuierliche Forecasts für Produkte mit Verkaufshistorie, liefert belastbare Erstbedarfsprognosen für neue Artikel und soll sich ohne aufwendige Softwareeinführung in bestehende Planungsprozesse integrieren lassen. Die Ergebnisse werden an  bestehende ERP- und Planungssysteme übergeben und sollen fundierte, schnellere Entscheidungen in Beschaffung und Supply Chain Planung ermöglichen.

Eine PSI Software SE (Stand 4D41, Halle 4) kommt unter anderem mit der Weiterentwicklungen  für die letztjährig prämierte KI-Plattform «PSIwms AI» nach Stuttgart. Das in den PSIwms- Standard integrierte Modul Batch AI soll einstufige und zweistufige Kommissionierstrategien mit regel- und KI-gestützter Batch-Bildung optimieren. Das reduziert Laufwege, steigert die Picking-Performance und senke die Prozesskosten. KI-gestützt werden zudem kontextbezogene Informationen direkt im Arbeitsfluss bereitgestellt.

KI für die Intralogistik

Neben automatisierten Bedarfs- und Absatzprognosen sowie effizienter Auftragsabwicklung sorgen neue Ansätze für KI-Anwendungen für weitere Optimierungen auch im Bereich der Planung und  Steuerung innerbetrieblicher Transporte mit Transport Management Systemen (TMS). So zeigen  die Schweizer Brabender Solutions (Halle 4, Stand 4F15) ihr TMS unter anderem mit KI-gestützten Rückmeldungen sowie KI-basierter Dokumentenextraktion für interne Prozesse und das integrierte Dokumenten-Management-System (DocKI).

Die Flexus AG (Halle 4, Stand 4B31) hat mit «FlexGuide4» KI und digitale Zwillinge in die  Transportsteuerung von Staplern, Routenzügen und autonomen Fahrzeugen integriert, um Prozesse  effizient, sicher und flexibel zu gestalten. Mit der proaktiven Prozesssteuerung sollen sich Abläufe  simulieren sowie Engpässe frühzeitig erkennen und vermeiden lassen. Eine cloudbasierte Tourenplanungs-Software der Pass Logistics Solutions AG (Halle 4, Stand D53) vernetzt mithilfe von KI Planer, Fahrer und Endkunden und soll Routen speziell auch für den wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen berechnen können.

Inzwischen hat KI Eingang auch in die direkte Unterstützung der operativen Prozesse etwa in der  Anlagen- und Fördertechnik gefunden. Mit KI-basierter, selbstlernender Software bindet etwa die
Robot-Picking-Lösung «eOperator» von Element Logic (Halle1, Stand 1H21) vollautomatisierte,
roboterbasierte Stückkommissionierung in AutoStore-Lösungen ein. Die «advasolutions SE» (Halle
3 / Stand 3C79) proklamiert mit einer adaptiven End-to-End-Automatisierung der Intralogistik das
selbstlernende Lager. Dabei sollen neue KI-basierte Funktionen wie Qualitätskontrolle und
Routenplanung den Wareneingang, die Lagerung, die Kommissionierung und den Versand
steuerungstechnisch nahtlos miteinander verbinden.
Mit «Knapp Brain» (Halle 3, Stand 3B01/3B03 & Halle 8, Stand 8A45) bündelt die Knapp AG von
der Prognose über ein optimiertes Order Fulfillment bis hin zur Last Mile KI-gestützte Lösungen.
Rückgrat für die operative Steuerung, Analyse und Integration, die alle Ebenen der Intralogistik
abdecken soll, ist dabei die Software-Suite KiSoft.
KI-Algorithmen prägen vielfach auch die neuen Lösungen im AutoID-Segment. So kommt
«Keyence Deutschland» (Halle 1, Stand 1C14) unter anderem mit einem stationären Codeleser für
Identifikation in automatisierten Sortier- und Kommissionier-Systemen. Der integrierte KI-
Algorithmus soll es ermöglichen, auch schwierigste Codes in anspruchsvollen Situationen erfassen
zu können.
Im Bereich der Flurförderzeuge und Fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) unterstützen KI-
Anwendungen neben der Transportplanung und -steuerung unter anderem verschiedene Sicherheits-
und Analyseaspekte. So stellt Continua Systems (Halle 8, Stand 8D81) die datenbasierte
Analyseplattform «Automation Insights» für hochautomatisierte FTS-Umgebungen vor. KI-
gestützte Analysefunktionen, die Muster und Trends in den Daten erkennen und potenzielle
Ausfälle frühzeitig vorhersagen, sollen die Transparenz in der automatisierten Intralogistik steigern
und ungeplante Stillstände reduzieren.
«KI ist kein Hexenwerk», resümiert LogiMAT-Messeleiter Ruchty. «KI-basierte Details machen
bei der Unterstützung effizienter Prozesse oft den kleinen aber bedeutenden Unterschied aus und
erschliessen damit Wettbewerbsvorteile.»
www.logimat-messe.de

31. Januar 2026

Besondere Aufmerksamkeit wurde bei der diesjährigen Logistics & Automation in Bern den von GS1  organisierten LogisticsTalks zuteil. Von der jüngsten Auflage der Logistikmarktstudie bis hin zu geführten  Touren über 2D-Codes und Ausbildungsfragen mit Swiss Logistics by ASFL SVBL-Chef Serge Frech reichte das Spektrum.

30. Januar 2026

Um rund 10 %, sagt Messeleiterin Kristina Nadjarian, könnten die Messen «Logistics & Automation» und die  «Empack» 2027 noch wachsen. 179 Ausstellende und 3121 Fachbesucher wurden diesmal in Bern gezählt. Während die reine Anzahl der Teilnehmenden regional natürlich begrenzt ist, punktet Easyfairs mit Professionalität.

29. Januar 2026

13 Produkte und Lösungen aus acht Nationen ziehen beim Intralogistik-Wettbewerb IFOY ins Finale 2026 ein. Vier Unternehmen werden sich als «Start-up of the Year» beim Test Camp Intralogistics in der  Dortmunder Westfalenhalle dem Urteil der internationalen Jury und dem Audit der Experten stellen. 

27. Januar 2026

In mehrfachem Sinne betrachtet Johannes Meißner, technischer Geschäftsführer des  Automatisierungs-Anbieters Witron, die Funktion moderner Warenlager als «integralen Bestandteil» der Supply Chain des Kunden. Und zielt wie bei Jumbo in Nieuwegein zugleich auf harmonische Abläufe.

26. Januar 2026

Neue Projekte entschlossener angehen – nicht zielführende schneller beenden. Auf diesen Nenner lassen sich die vorläufigen Zahlen für 2025 des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen am Bodensee bringen. Im  Zuge der Restrukturierung bei Elektro-Antrieben sollen mehrere Projekte vorzeitig beendet werden.

26. Januar 2026

Die Nürnberger Messe, eine der 15 grössten Plattformen der Welt und in der Logistik vor allem durch die  «Fachpack», die im Turnus erst in 2027 wieder an der Reihe ist, eine bekannte Hausnummer, hat 2025 mit  350 Mio. Euro ein überraschendes Plus eingefahren. Ein gutes Zeichen für eine Trendwende in Krisenzeiten?

25. Januar 2026

Einen überaus reichhaltigen Fundus an Einschätzungen und Erfahrungswerten hat das DLR-Cargobike- und Leichtfahrzeug-Projekt, dessen Ergebnisse – wie angekündigt - am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden, für den Einsatz von  Lastenrädern und elektrischen Leichtfahrzeugen in der Citylogistik zutage gebracht.

24. Januar 2026

Wertvolle Ergänzung zur «Logistics & Automation», die am 28. / 29. Januar wieder in Bern stattfindet, sind  die «Logistics Talks», die am ersten Tag der Messe traditionell mit dem Gewinner des Swiss Logistics  Award (in 2025 die Shiptec AG) starten, und sich mit zahlreichen Fachbeiträgen fortsetzen.

22. Januar 2026

In der Westfalenhalle bildet das «Test Camp Intralogistics» den Rahmen für den IFOY-Award und den Materialfluss-Kongress 2026. Dazu gehören Staplertests, Exoskelette, Lagertechnik, Logistikroboter und  Systeme auf dem Prüfstand. Und jetzt auch ein «Go-To Market-Programm» der Wirtschaftsförderung.



Die Karawane zieht weiter


WAGNER Schweiz AG






Die Karawane zieht weiter

05. Oktober 2023

 

«Westwärts, westwärts – bis Scharbeutz» heisst es in einem Sketch des Ostfriesen-Komikers Otto Waalkes. Im Fall des relativ neu aufgetauchten «Logistics Summit» ist Düsseldorf «Scharbeutz». Der neue «Logistik-Gipfel» findet am 11./12. Oktober statt. Kurz vor dem Bundeslogistik-Kongress in Berlin. 

Die neue Veranstaltung auf dem Böhler-Areal wird von zahlreichen Branchenteilnehmern gelobt und ist von mindestens genauso vielen bereits fest im Terminkalender gebucht. Vortragsveranstaltungen beleuchten derzeit gängige Themenfelder, und bekräftigen, dass innovative Logistikprozesse (...) effiziente IT-Lösungen (brauchen), dass Greenwashing von Bemühungen um tatsächliche Nachhaltigkeit zu unterscheiden, und der Wechsel von bisherigen Warehouse-Management-Systemen zu KI-gestützten Automationen sorgfältig zu handhaben sei. Beachtlich ist die grosse Zahl von start-ups und Jungunternehmen wie German Bionic, idealworks, Nimmsta, Meili Robots, oder der Citylogistiker «Grünfuchs», die hier Präsenz zeigen.

Bislang begnügen sich manche Branchengrössen, die in Berlin teils mit gestiegenen Preisen zu kämpfen haben, noch mit Sondierungsbesuchen. Zumal gleich in der darauf folgenden Woche der zentrale Event der Bundesvereinigung Logistik (BVL) in Berlin mit einem etwas stringenteren Programm ansteht. Namhafte Protagonisten lobten im Vorjahr «klasse Tage, hochwertige Gespräche», einen «echten Mehrwert» und die «gelungene Kombination aus Vorträgen, Messeständen und Meetings».

(Foto: Düsseldorf Convention)

www.logisticssummit.de

 




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