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4-Wege-Paletten-Shuttle-System
14. Januar 2026
Sozusagen der «Tiger» unter den Paletten-Shuttle-Systemen kommt dieser Tage von dem im irischen Monaghan beheimateten Unternehmen Moffett. SSI Schäfer hat jetzt eine Partnerschaft mit dem Automationsanbieter geschlossen, um dessen 4-Wege-Shuttle-Technologie mit der globalen Integrations Kompetenz von SSI Schäfer zu verknüpfen.
Nach Weihnachten ist vor Weihnachten
14. Januar 2026
Zu saisonalen Stosszeiten - beispielsweise Weihnachten - kommt es auf fehlerfreie, schnelle Kommissionierung an, um Lieferzeiten einhalten zu können. Moderne Pick-by-Light Systeme erlauben die flexible Anpassung gut in Kombination mit einfachen Lösungen. Zum Beispiel einem Kommissionierwagen.
Frischer Mut in der neuen Academy
13. Januar 2026
Mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen gilt Galliker als Vorbild in der Transportbranche. Im Interview erklärt Corinne Galliker den bevorstehenden Auftritt an der «Logistics & Automation» in Bern, und weshalb der Mensch in der neuen Galliker Academy World auch künftig im Mittelpunkt steht.
Neues Konzept im TK-Bereich
13. Januar 2026
Der Lebensmitteleinzelhändler Axfood und Witron haben im schwedischen Bålsta ein Omnichannel- Verteilzentrum realisiert, aus dem mehr als 1500 Filialen, Tausende von Endkunden via Click + Collect sowie Home-Delivery mit über 22.000 Trocken-, Frische- und Tiefkühl-Artikeln bedient werden.
Kontinuität im Kion-Vorstand
12. Januar 2026
Der Aufsichtsrat der Kion Gruppe (Linde MH, Still, Baoli u.a.) hat die Amtszeit von Finanzvorstand Christian Harm bis 2029 verlängert. «Er hat seit 2023 Schlüsselprojekte mit vorangetrieben», so Aufsichtsrats-Chef Mohsen Sohi, «und massgeblich zur resilienten Entwicklung des Unternehmens beigetragen.»
Stabübergabe bei Swiss Logistics
12. Januar 2026
Bereits seit einiger Zeit hat sich Serge Frech in einer erfolgreichen Einführungsphase mit den Geschäften der Swiss Logistics (ASFL SVBL) befasst – nun hat er mit Januar die Geschäftsführung von Beat M. Duerler übernommen. Duerler bleibt vorerst Präsident des Berufsbildungs-Verbandes.
Flexible Automation in Bern
09. Januar 2026
Dematic stellt auf der Logistics & Automation am 28. / 29. Januar in Bern sein flexibles Automations-Portfolio mit Lösungen für Neukunden und zur Erweiterung bestehender Anlagen, seine autonomen mobilen Roboter (AMR)-, AutoStore-Systeme sowie Paletten-Shuttles vor.
«Anpassungen unvermeidlich»
09. Januar 2026
Zalando nennt es «eine schwierige, aber notwendige Entscheidung»: das Logistikzentrum im deutschen Erfurt soll bis Ende September geschlossen werden. Über mehr als zehn Jahre hinweg leisteten dort 2700 Mitarbeitende einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Jetzt wird umstrukturiert.
Flotten-Management in drei Stufen
08. Januar 2026
Staplerhersteller Still ruft Logistikunternehmer – aufgrund breiten Portfolios hauseigener Lösungen für die betreffenden Fälle – zum Auftakt des neuen Jahres dazu auf, ihre Fahrzeugflotten effizient zu betreiben und Einsparungs-Potenziale bestmöglich zu nutzen. Im Fall des Falles natürlich auch gern KI-gestützt.
Beumer baut Produktion in China aus
08. Januar 2026
Das 90jährige Jubiläum des Spezialisten für Materialfluss-Lösungen Beumer und das 20jährige seiner Präsenz in China fallen nicht nur zusammen. Ende 2025 ging im chinesischen Taicang zugleich eine neue, hochmoderne Produktionsstätte in Betrieb, die die Produktionskapazitäten von Beumer global erweitern soll.
Die Ultimative Kommissionier-Lösung
WAGNER Schweiz AG
Die Ultimative Kommissionier-Lösung
11. November 2025
Er könnte auch «RoboCap» heissen oder «RoCapture». Nun aber ist es der «RoCaP», mit dem Linde MH und Rossmann, eine der grössten Drogeriemarktketten Europas, ein neuartiges Robotik-Fahrzeug mit einem mehrachsigen Greifarm für das autonome Kommissionieren im Lager lancieren.

Der Robotic Case Picker entnimmt einzelne Warenpakete aus dem Regal und stellt sie auf einem mitgeführten Warenträger zusammen. Nach erfolgreich abgeschlossenen Tests investiert Rossmann in die ersten Geräte.
Das Kommissionieren von gemischten Paletten oder Rollcontainern gehört zu den besonders personalintensiven Aufgaben im Lager.
Der Durchbruch im Lager
Seit Jahren wird nach Lösungen gesucht, um das händische Zusammenstellen von Aufträgen auf Paletten oder Rollcontainern zu automatisieren und damit nicht nur die Mitarbeitenden zu entlasten, sondern auch Fehlerraten zu reduzieren und dem wachsenden Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Der Linde RoCaP, heisst es, verspreche hier den Durchbruch.
Laut Unternehmens-Kommunikation war die Vorentwicklung des neuen Robotik-Fahrzeugs bei Linde MH im März diesen Jahres abgeschlossen. Mit dem «Proof of Concept» stand der nächste Meilenstein an, um die Marktfähigkeit des innovativen Fahrzeugs im Betrieb eines Kunden unter realen Bedingungen zu validieren.

Beim international agierenden Familienunternehmen Rossmann stiess das Konzept sofort auf Interesse, denn dort waren die Verantwortlichen schon seit Längerem auf der Suche nach einer Lösung, um die Mitarbeitenden insbesondere beim Kommissionieren der bis zu 25 Kilogramm schweren Umverpackungen zu entlasten.
In einem ersten Schritt wurden die unternehmensspezifischen Anforderungen für den Einsatz im Regionallager Burgwedel formuliert. Es folgte ein mehrwöchiger Testeinsatz, nach dessen Abschluss die Verantwortlichen bei Rossmann positiv überrascht waren.
Mehrwöchiger Testeinsatz
«Der Linde RoCaP hat das Potenzial, für die Lagerlogistik einen bedeutenden Fortschritt darzustellen. Er kann dabei helfen, dem bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Mitarbeiter bei körperlich anspruchsvollen Arbeitsaufgaben zu entlasten», sagt Hendrik van Duuren, Geschäftsleiter von Rossmann Logistik.

Auch für Linde MH ist die Zusammenarbeit mit Rossmann überaus wertvoll. «Die gemeinsame Weiterentwicklung des Fahrzeugs mit unseren Kunden sichert den langfristigen Markterfolg», bekräftigt Frank Wiezorek, Senior Director IKA Solutions für Linde MH.
Der neue Linde RoCaP basiert auf dem automatisierten Hochhubwagen Linde L-MATIC HD k mit 1,6 t Tragfähigkeit und einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 7,2 km/h. Die Fahrzeug-, Navigations- und Sicherheitstechnik, aber auch das Batteriefach sowie Hubgerüst und der Automatisierungsbogen wurden vom Serienfahrzeug übernommen. Das sorgt für Kostenvorteile und Robustheit.
Jede Menge High-Tech
Neu ist der fest mit dem Gabelträger verbundene vierachsige, intelligente Roboterarm, mit dem die Pakete kommissioniert und auf dem Warenträger platziert werden. Speziell für den Einsatz bei Rossmann wurde der Lastaufnahmeteil für Rollcontainer konstruiert. Er wird von Stahlstützen getragen und verfügt ausserdem über eine am Fahrzeug befestigte, klappbare Rampe. Darüber lassen sich die Rollcontainer rauf- und runterschieben, gleichzeitig wird der Rollcontainer damit während der Fahrt fest fixiert.
Seine Aufträge erhält der Linde RoCaP über eine Serverschnittstelle aus dem Warehouse-Management- System von Rossmann. Daraus ermittelt das RoCaP-Managementsystem anhand verschiedener Parameter wie beispielsweise Grösse und Gewicht der Auftragspositionen sowie der optimalen Route die nächste Regalposition.

Dort angekommen, tritt der Robotergreifarm in Aktion. Er verfügt über eine 3D-Kamera mit KI-Chips von NVIDIA. In Echtzeit erkennt die Kamera die Paletten, überprüft die Korrektheit, führt eine optische Vermessung durch und legt den dreidimensionalen «Arbeitsraum» fest. Anschliessend folgt ein komplexer Oberflächen-Scan. Es wird ermittelt, wo die Pakete auf der Palette genau liegen und welches entsprechend den definierten betrieblichen Vorgaben ausgewählt wird.Dann greift der Roboterarm das Gebinde, indem er es mit Vakuumhebern ansaugt und hochhebt.
Ideal für den Brownfield-Einsatz
«Die Zusammenarbeit mit Rossmann hat gezeigt, wie viel Potenzial im Linde RoCaP steckt. Das wollen wir nun mit dem Unternehmen, das europaweit knapp 5.000 Filialen betreibt, weiter ausschöpfen», sagt Peter Krumbholz, Projektleiter aus dem Bereich Advanced Robotic Solutions, der die Entwicklung für die Marke Linde betreut. Schritt für Schritt soll das aufwendige händische Kommissionieren im Lager von Rossmann reduziert werden.
Klugerweise ist der Linde RoCaP so konzipiert, dass er auch auf andere Lager und Distributionszentren angepasst werden kann. «Das Konzept ist modular, d.h., wir können auch andere automatisierte Fahrzeugmodelle mit dem Greifarm ausstatten», erklärt Entwicklungsingenieur Krumbholz. Ideal geeignet sei er für die Brownfield-Automatisierung mit gewachsenen Lagerlayouts und Mischbetrieb.
Dank ausgeklügelter Sicherheitstechnologie für Fahrzeug und Greifarm könne der Linde RoCaP Seite an Seite im selben Regalgang mit den menschlichen Kolleginnen und Kollegen arbeiten. «Den Mix aus manuellen und automatisierten bzw. autonomen Fahrzeugen in Lager und Produktion wird es künftig immer häufiger geben», erklärt Frank Wiezorek.
Rossmann zählt heute mit 65.500 Mitarbeitenden in Europa und 4966 Filialen, davon 2311 in Deutschland, zu den grössten Drogerieketten Europas. Mit 23.000 Drogerieartikeln, davon 5500 der 28 Eigenmarken, präsentiert Rossmann ein umfangreiches Angebot. Umsatz 2024: 15,3 Milliarden Euro (Deutschland 9,9 Mrd.).
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