Jyrgalan ist nicht ganz so bekannt wie Grindelwald. Könnte es aber werden. Seilbahn-Hersteller Doppelmayr erschliesst dort auf Wunsch des kirgisischen Präsidenten Sadyr Zhaparov ein Ski-Gebiet mit 200 km an Pisten, Wanderrouten, Hotels, Restaurants und einem traditionellen Ethno-Dorf. Am 8. August war Baustart.
D-Line-Kombibahn (in Ishiuchi Maruyama)
Kirgisistan ist geprägt von einer imposanten Berglandschaft. Links an Taschkent und in einer Südumgehung an Bischkek vorbei sind es nicht ganz 4057 km und 47 Autostunden vom Eiger bis zum neuen Ski-Resort Ala-Too. In der Region Issyk-Kul im Osten des Landes soll sich das Projekt über drei Gebiete – Jyrgalan, Ak-Bulak und Boz-Uchuk – erstrecken. Unter vielen anderen des Weltmarktführers mal wieder ein interessantes Vorzeigeprojekt an versierter Transport- und Fördertechnik.
Doppelmayr baut in Jyrgalan zwei D-Line Kombibahnen von der Bauart des Sunrise Express im japanischen Ishiuchi Maruyama, die sowohl Kabinen als auch Sessel bietet, neben Wintersportlern also auch Nicht-Skifahrer (maximal 3114 Personen pro Stunde) ansprechen soll. Wintersportler können, ohne ihre Ski oder ihr Snowboard abzuschnallen, mit den 6er-Sesseln direkt zur Piste fahren. Fussgänger wählen, wenn sie den Weg zwischen Karakum und Kysylkum geschafft haben (10 km vor dem Ziel auf die Landesstrasse 171 abbiegen!), die bequeme 10er-Kabine für die Fahrt ins Schneevergnügen oder um den den Ausblick geniessen.
Präsident S. Zhaparov. M. Doppelmayr (v.r.n.l.).
Die D-Line Sessel sind mit Sitzheizung und Bubble ausgestattet. Auch die geräumigen Omega IV Kabinen – im japanischen Ishiuchi Maruyama mit Ledersitzen - sorgen für eine angenehme Bergfahrt. Am 8. August legte Präsident Sadyr Zhaparov gemeinsam mit Michael Doppelmayr den Grundstein für das Ski- und Ganzjahresresort. 6er-Sessel und 10er-Kabinen bieten maximale Flexibilität auf zunächst vier Kilometern Länge und werden sowohl für den Skibetrieb im Winter als auch im Sommer eingesetzt. Die schlüsselfertige Übergabe ist bis Frühjahr 2026 geplant. Da bislang nur ein paar Jurten zu sehen sind, ist wohl anzunehmen, dass aus Stabilitätsgründen noch ein wenig betoniert werden muss.
Schlüsselfertig bis 2026
Präsident Zhaparov betonte bei der feierlichen Zeremonie die Bedeutung der touristischen Entwicklung und die hohe Qualität, auf die bei der Umsetzung grosser Wert gelegt werde. Auch für die Doppelmayr Gruppe ist das ein ganz besonderes Projekt. Michael Doppelmayr bei seiner Ansprache: «Wir sind sehr stolz darauf, am Bau des ersten modernen Resorts in der Geschichte Kirgisistans mitwirken zu dürfen. Das Projekt ist nicht nur ein Meilenstein für die Region, sondern auch ein Symbol für Fortschritt, Zusammenarbeit und Vertrauen in die Zukunft.»
Das Bauteam. Fotos: Doppelmayr
Die Masterplanung für das Ala-Too Resort wird von der Input Projektentwicklungs GmbH, einem Unternehmen der Doppelmayr Gruppe, unterstützt und ausgearbeitet. Die Umsetzung ist in drei Phasen aufgeteilt. Die erste Phase konzentriert sich auf den Bereich Jyrgalan, wo bis 2026 die beiden Doppelmayr-Kombibahnen gebaut werden. In der zweiten Phase entstehen in Ak-Bulak weitere Pisten und Infrastruktur, abgeschlossen wird das Projekt mit der Entwicklung in Boz-Uchuk und der vollständigen Verbindung aller drei Gebiete.
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