Nach der Produktionsstätte für Geschirrspüler des BSH (vormals Bosch und Siemens) Hausgeräte-Herstellers in der bayerischen Gemeinde Dillingen soll TGW nun in Nürnberg bis Mitte 2028 ein Shuttle-Lager in Silobauweise für die Ersatzteilversorgung mit anspruchsvoller Konstruktion realisieren.

Bei dem hochautomatisierten Fulfillment Center für Ersatzteile handelt es sich um das zweite gemeinsame Projekt innerhalb weniger Monate. Das Technologie-Highlight soll den Flächenbedarf minimieren und die Produktivität steigern. Die TGW Warehouse Management Software «Werx» ist an das SAP- Warehouse- Managementsystem der BSH angebunden und soll die Planung, Steuerung und Überwachung sämtlicher Shuttle- und Fördertechnik-Prozesse übernehmen.
Tragende Regalstruktur
Bei dem vorgesehenen Konzept trägt die Regalstruktur auch die Wand- und Deckenelemente des Gebäudes. Die vorhandene Fläche lasse sich dadurch optimal nutzen Technisch sind Planung und Realisierung durchaus herausfordernd: Wind- und Schneelasten müssen vom Regal aufgenommen werden, die Anbindungen der Wand- bzw. Dachkonstruktion und die Schnittstelle zur Bodenplatte sind entscheidend für die Gesamtstabilität des Systems. «Das zweite gemeinsame Projekt mit der BSH innerhalb weniger Monate ist ein toller Vertrauensbeweis für unsere Zusammenarbeit», sagt Martin Waldenberger, Chief Sales Officer der Customer Unit Central Europe bei TGW Logistics. «Das Shuttle- Lager in Silobauweise stellt eine technische Besonderheit dar, die nur wenige Unternehmen zuverlässig umsetzen können. TGW Logistics bringt hier jahrelange Erfahrung und Expertise in der Planung und Realisierung mit.»
Abb.: TGW
Kern der Lösung ist das Shuttle-Lager mit rund 300.000 Stellplätzen. Aufträge werden an ergonomischen PickCenter Kommissionierarbeitsplätzen zusammengestellt, ein 1,5 km langes Netzwerk energieeffizienter KingDrive-Fördertechnik verbindet die verschiedenen Bereiche des Distributionszentrums miteinander.
1,5 km Fördertechnik
Die BSH Hausgeräte GmbH steht für ein Portfolio an weltbekannten Hausgerätemarken, darunter Bosch, Siemens, Gaggenau und Neff. Das Produktportfolio reicht von Herden, Backöfen und Dunstabzugshauben über Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefrierschränke bis hin zu kleinen Hausgeräten. Das 1967 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 57.000 Mitarbeitende und erzielte 2024 rund 15,3 Mrd. Euro Umsatz.

















