Verpackungs-Spezialist Mosca hat ein TechCenter in Betrieb genommen, in dem Kunden Transport-Sicherungen auf Herz und Nieren testen können. Auf unterschiedlichen Testständen rutschen, kippen und vibrieren die unterschiedlichsten Ladeeinheiten, um anschliessend optimiert werden zu können. 

Vibrationen, Stösse durch Schlaglöcher oder ruckartiges Bremsen und Beschleunigen sind nur einige der Belastungen, die beim Transport auszuhalten sind. Bei Mosca lassen sich alle möglichen auf dem Transportweg auftretenden Belastungen auf vier Prüfständen nachbilden.

«Unser oberstes Ziel ist es, Beschädigungen und Verletzungen während des Transports zu minimieren, indem wir Ladungseinheiten korrekt und robust verpacken und sichern», erklärt Johannes Alois Wieder, Verkaufsleiter bei Mosca. «Schliesslich sind sie für alle Schäden verantwortlich, die durch eine inkorrekte Sicherung entstehen. Deshalb führen wir hier im TechCenter die Prüfung gemäss wichtiger Standards wie EUMOS 40509 durch.» Im Ernstfall können Kunden mithilfe der umfassenden Prüfprotokolle aus dem TechCenter nachweisen, dass sie alle nötigen Vorkehrungen getroffen und ihre Sicherungen eingehend überprüft haben.

Zur Verfügung stehen ein Tilt Testing Tool für Neigungstests, ein Horizontal Stability Tester für horizontale Beschleunigungen oder Verzögerungen, ein Impact Tester für Stösse und Quetschkräfte sowie ein Vertical Vibration System für vertikale Vibrationen. Hinzu kommt eine Auswerteeinheit, die Verformungen während des Stabilitäts-Tests kameragestützt aufnimmt. Ein Datenlogger, den Mosca an die Kunden verleiht, zeichnet die benötigten Daten zu Stössen, Vibrationen und Beschleunigungen auf dem Transportweg des Kunden auf und hilft damit, individuelle Strecken im TechCenter nachzustellen. «Durch die individuell abgestimmten Prüfungen und die umfangreichen erhobenen Daten können unsere Kunden ihre Transportwege im Detail verstehen und ihre Transportsicherung genau darauf abstimmen», erläutert Wieder.

Dabei eröffne sich auch oft die Möglichkeit, die Primärverpackung zu reduzieren und wertvolle Ressourcen einzusparen, berichtet Wieder. «So erarbeiten wir eine Verpackung, die nur minimale Materialien in Anspruch nimmt, aber die die Waren trotzdem vor Beschädigungen schützt.» Der von Mosca entwickelte CO2-Produktkalkulator liefert dann die genauen Emissionsdaten der jeweiligen Verpackung.

Bei Interesse nehmen Unternehmen über ein Anfrageformular mit Mosca Kontakt auf und vermerken konkrete Herausforderungen, die beim Test berücksichtigt werden sollen. Anschliessend erstellen Mosca-Experten gemeinsam mit Sachverständigen des Kunden einen Versuchsplan, der optimal auf das Kundenprodukt und dessen Transportweg zugeschnitten ist. Dabei berücksichtigen die Experten bereits die relevanten Standards. Je nachdem, in welches Bestimmungsland die Waren transportiert werden, sind andere rechtliche Normen relevant – und damit andere Tests.

Steht der Versuchsplan, schickt der Kunde mehrere Paletten mit gesicherten Produkten und einem Maximalgewicht von jeweils 1,5 t an Mosca. So ist auch bei unzureichender Transportsicherung und etwaiger Beschädigung genügend Material vorhanden, um alle Tests durchzuführen. Auf Wunsch umreift oder umwickelt Mosca die Produkte im angrenzenden Showroom mit eigenen Maschinen und ermöglicht so den direkten Vergleich zwischen verschiedenen Verpackungsarten.

Von den umfangreichen Möglichkeiten des TechCenters konnten sich erste Interessierte bei der Eröffnung des TechCenters anhand einer Live-Demonstration und Diskussionsrunden überzeugen lassen. «Mit unserem TechCenter leisten wir einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Verkehr», meint CEO Timo Mosca.

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