«Die Logistik steht heute an einem Wendepunkt», sagt Jan Eberle, Head of Industry Engagement Logistics bei GS1 Schweiz. «Doch wo Wandel herrscht, entstehen auch neue Möglichkeiten». Welche Chancen sich aus den Herausforderungen ergeben, erklärt die neue Logistikmarktstudie Schweiz 01/2026.
Abb. (alle): GS1 Switzerland
Die erste Ausgabe der Logistikmarktstudie 2026 zeigt eindrücklich, dass Herausforderungen stets auch Aus- gangspunkte für Innovation sind. Im Zentrum stehen Entwicklungen, die den Schweizer Logistikmarkt in seiner Breite prägen – von der zunehmenden Belastung zentraler Verkehrsachsen über strukturelle Veränderungen im Berufsbild der Logistik bis hin zu technologischen Transformationsschritten, die entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche sein werden.
Marktgeschehen im Überblick
Die jetzt vorliegende Studie kombiniert statistische Marktanalysen mit Expertenwissen und praktischen Einschätzungen aus Unternehmen. Sie bietet damit nicht nur einen faktenbasierten Überblick über das aktuelle Marktgeschehen, sondern zeigt auch, wie Logistikdienstleister, Verlader und politische Akteure auf die zunehmende Komplexität reagieren können. Dabei werden sowohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch konkrete Handlungsfelder beleuchtet, die für die Weiterentwicklung von Prozessen, Technologien und Infrastruktur entscheidend sind.
J.Eberle
Die Ermittlung der Schweizer Logistikdaten erfolgt über die Triangulation dreier voneinander unabhängiger methodischer Zugänge. Die Bandbreite der Ergebnisse soll Aufschluss über das wertmässige Spektrum geben, in dessen Rahmen sich das tatsächliche Logistikmarktvolumen bewegt.
Vorjahre leicht korrigiert
Auf Basis rückwirkender Revisionen in der Datenbasis amtlicher Statistiken wurde eine leichte Korrektur des Logistikmarktvolumens für die Jahre 2020 bis 2024 vorgenommen. So erhöhten sich die Verkehrs-Aufkommen der Jahre 2020 und 2021 leicht, wohingegen die Werte für 2022 leicht nach unten revidiert wurden. In der Beschäftigungsstatistik erfolgten nur marginale Korrekturen.

Besonders markant fielen dagegen die Korrekturen bei den Branchenumsätzen aus. Für das erste Pandemiejahr 2020 erfolgte eine deutliche Senkung, während die drei Folgejahre 2021, 2022 und 2023 substanzielle Aufwärtskorrekturen erfuhren.
Auf das Logistikgesamtmarktvolumen schlug sich das in einer leichten Erhöhung für die Jahre 2021 bis 2023 und einer marginalen Reduktion für das Jahr 2020 nieder.
Die Logistikmarktstudie 1/2026 zum download

















