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Fahrenheit 451 in der Realität

05. Mai 2025

Wagner British Library

Fahrenheit 451 ist die auf der US-Messskala umgerechnete Zündtemperatur von Papier. Bei der Lagerung von Zeitungen, Zeitschriften und Druckmedien ein entscheidender Wert, der 233°C entspricht. Umso wichtiger die Brandschutz-Sicherung, die für die British Library in London durch Wagner realisiert wurde.

In Bibliotheken wie hier der British Library ist das Brandrisiko aufgrund des leicht enflammbaren Materials besonders hoch, das Thema aber sozusagen als Dauerbrenner immer noch – dito - brandaktuell. Der Roman Fahrenheit 451 von Bradbury wurde 1966 durch den französischen Filmregisseur François Truffaut thematisiert. In ihm werde es irgendwann in ferner Zukunft verboten sein Bücher zu lesen und dieselben – siehe die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten und gegenwärtige Fake-News-Debatten – samt ihren Lesern in Flammen gesetzt.

 

Wagner British LibraryDer Show-Room der Magna Carta in London. Abb.: British Library  

 

In der Tat bestehen Nationalbibliotheken und angegliederte Zeitungsarchive zum grössten Teil aus Papier und würden daher schnell Feuer fangen. Die hohen Regale des Magazins mit ihren engen Zwischenräumen bieten ideale Bedingungen für eine schnelle Brandausbreitung. Bereits geringe Mengen Russ und Rauch sowie geringe Hitze können die Schriftstücke beschädigen oder sogar zerstören. Löschwasser ist in der British Library aufgrund der Materialien und der Unwiederbringlichkeit der Exponate nicht möglich.

Ob die Magna Carta, da Vincis Notizbücher oder die Gutenberg-Bibel: Die meisten Werke, die in der British Library aufbewahrt werden, sind einzigartig und hunderte von Jahren alt. Ihre Zerstörung würde eine kulturelle Lücke hinterlassen, die nicht zu schliessen wäre.

 

Wagner British Library

 

Aktive Brandvermeidung von Wagner schützt bereits seit 2014 das Newspaper Storage Building der British Library, in dem heute 150 Mio. Publikationen nach modernen Gesichtspunkten gelagert sind. Schon sechs Jahre zuvor war das sogenannte «Additional Storage Program» mit einer Brandschutzlösung der Brandschutzexperten ausgestattet wurde. Im Jahr 2018 wurde das Sauerstoff-Reduzierungs-System modernisiert. Denn Mitarbeitende müssen bestmöglich vor Feuer bewahrt, die eingelagerten Werke ganzheitlich geschützt sein. Im Übrigen darf ein Feuer erst gar nicht ausbrechen, da neben den Schäden durch einen Brand selbst auch Russ und Rauch die Werke schwer in Mitleidenschaft ziehen würde.

Auch beim Newspaper Storage Building (NSB) setzte der Betreiber auf Wagner.

 

Wagner British LibraryFoto: Wagner Group

 

Die Sauerstoffreduzierungsanlage mit Membrantechnologie wurde durch eine neue OxyReduct P-Line ersetzt. Die Kosten für Wartung, Betrieb und Generalüberholung der alten Membrananlage wären höher gewesen, als es die britischen Vorschriften für öffentliche Gebäude erlauben. So optimierte der Betreiber die Betriebskosten für den Brandschutz im Gebäude des Additional Storage Program.

Mitte 2026 soll am ausgelagerten Standort in Boston Spa (West Yorkshire) eine zusätzliche Erweiterung um 225 km an Regalkapazitäten in Betrieb gehen.

 

Wagner British Library

 

Spannend könnte die Frage sein, wie lange angesichts der gegenwärtigen politischen Lage angesehene Institutionen und von öffentlichen Geldern abhängige Einrichtungen noch in der Lage sein werden, für die Aufwendungen zum Schutz auf Papier gedruckter Publikationen und Kulturgüter aufzukommen (Anm.d.Red.).

www.wagnergroup.com/ch








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