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Personalbedarf nahezu halbiert
27. November 2025
Die US-Genossenschaft Associated Wholesale Grocers hält mithilfe eines von Witron hochautomatisierten Vollsortiment-Logistikzentrums 54.600 Trocken-, Frische- und Tiefkühlartikel für ihre 1100 Teilhaber parat. Die Anlage ist auf eine tägliche Pickleistung von mehr als 460.000 Handelseinheiten ausgelegt.
Wissenstransfer auf den Seychellen
26. November 2025
Naturgefahren treten weltweit zunehmend in Form von Überschwemmungen, Erdrutschen, Waldbränden, Stürmen, Erdbeben und Steinschlägen auf. Akute Krisenbewältigung ist gefragt. Aber auch langfristige Strategien für Verkehrswege, bei denen Gasser Felstechnik auf den Seychellen Hilfe leistet.
German Design Award für Traigo-i
26. November 2025
Nach dem Red Dot Design Award 2025 ist der neue 48-Volt-Gegengewichtsstapler Traigo_i von Toyota Material Handling nun auch mit dem German Design Award 2026 in der Kategorie Excellent Product Design – Industry ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt: Die vollständige Integration der Li-Ion-Technik.
Langfristige Verträge bei SBB Cargo
25. November 2025
Zahlreiche Transportkunden von SBB Cargo Schweiz wie die Migros haben neue Verträge im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren unterzeichnet. Neuverträge, so wird gemeldet, konnten auch mit der fenaco, Stahl Gerlafingen und den Schweizer Salinen abgeschlossen werden.
Kooperation mit Capra Robotics
25. November 2025
Frei Fördertechnik meldet die künftige Zusammenarbeit mit dem dänischen Robotic-Spezialisten Capra. «Damit erweitern wir unser Portfolio um mobile Roboter-Plattformen, die noch mehr Flexibilität und Effizienz in Produktion und Logistik bringen», so Michael Schüpbach, Leiter Automation & Robotik. Die AMRs sind vielseitig einsetzbar.
SSI-Tochter setzt weiter konsequent auf SAP
25. November 2025
Seit 2021 sind die Software-Spezialisten von SWAN Teil der SSI Schäfer-Gruppe, verantworten die SAP-Projekte der global tätigen Intralogistik-Experten und begleiten Unternehmen bei der Umsetzung zukunftsfähiger Lösungen – vom hochautomatisierten Distributionszentrum bis zur integrierten Produktionslogistik. Der Kurs passt.
Arne Sturm wird neuer CEO in Hirschthal
25. November 2025
Jungheinrich Schweiz bekommt zum 1. Januar 2026 einen neuen Geschäftsführer. Arne Sturm folgt auf Martin Weber, der das Unternehmen nach 18 Jahren – davon elf Jahre als Geschäftsführer – auf eigenen Wunsch verlässt, um sich künftig neuen Themen und Aufgaben zu widmen.
Weitere 50 Mio. für neuen TGW-Hauptsitz
24. November 2025
TGW Logistics steckt dieser Tage bereits 100 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten am Hauptsitz in Österreich. Jetzt entsteht für rund 50 Mio. Euro und mit der Erweiterung des Bürogebäudes am Standort bis zur zweiten Jahreshälfte 2028 ein fünfstöckiges Office mit 14.000 m² Nutzfläche.
AutoStore für belgische Krankenhäuser
22. November 2025
Dematic richtet für Maria Middelares, eine gemeinnützige medizinische Organisation in Belgien, ein erstes AutoStore-System für vier Krankenhäuser in Gent und Deinze sowie medizinische Zentren in Gentbrugge und Aalter in Ostflandern, rund 60 km westlich von Brüssel ein.
Belastbare Daten statt Floskeln
21. November 2025
Der Logistikcluster Basel der Handelskammer beider Basel (HKBB) hat mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel Landschaft, Branchenverbänden und Infrastruktur-Betreibern einen Leitfaden für nachhaltige Logistik am Rheinknie herausgegeben. Supply Chain-Experte Daniel Bubendorf erklärt, warum es einen solchen braucht.
Kion-Coup an der CES in Las Vegas
WAGNER Schweiz AG
Kion-Coup an der CES in Las Vegas
07. Januar 2025
Foto: CES
Die Verschmelzung der physischen mit der digitalen Zwillings- und Spielewelt liegt schon länger in der Luft. Jetzt bauen der Intralogistikkonzern Kion (Linde, Still, Baoli und Dematic) und der Grafikkarten-, Prozessor- und Spielkonsolen-Hersteller NVIDIA gemeinsam mit «Accenture» an der digitalen Zukunft.
Verkündet wurde die Kooperation zur Optimierung künftiger Lieferketten und Lagertechnik durch Künstliche Intelligenz pünktlich zur Eröffnung der Technikmesse CES in Las Vegas. Das entscheidende Instrumentarium sind dabei die bekanntlich aus der «Gaming»-Industrie stammenden Software-Programme und schnellen Prozessoren von NVIDIA. Gemeinsam präsentieren die drei Unternehmen auf der noch bis 11. Januar dauernden CES ihr Warenlager der Zukunft. Mit den dort verwendeten Techniken können Firmen den idealen Zuschnitt für neu einzurichtende Warenlager ermitteln und bestehende Lager kontinuierlich verbessern.
Hohes Potential in der Lagertechnik. Foto: Kion
Sie nutzen dafür Mega, eine Blaupause für digitale Zwillinge industrieller Anwendungen in einer von NVIDIA auf «Omniverse» getauften digitalen «Parallelwelt». Der von Kion und Accenture konzipierte digitale Zwilling nutzt KI-Modelle, die Grundsätze und Eigenschaften der physischen Welt verkörpern, eine so genannte physische KI. Intelligente Warenlager mit automatisierten Gabelstaplern, smarten Kameras sowie aktuellen Automatisierungs- und Robotiklösungen lassen sich so fortlaufend optimieren.
«Bei Kion nutzen wir KI-gesteuerte Lösungen als integralen Bestandteil unserer Strategie, die Lieferketten unserer Kunden zu optimieren und ihre Produktivität zu steigern», sagt Kion-CEO Rob Smith. «Gemeinsam mit KI-Marktführer NVIDIA und den Digitalisierungsexperten von Accenture definieren wir die Lieferkette neu (…), indem wir die Vision eines Warenlagers schaffen, das sich als Teil eines intelligenten, flexiblen Lieferketten-Systems ständig weiterentwickelt und nahezu jede Herausforderung bewältigen kann.»
NVIDIA-CEO J.Huang. Foto: CES
«Der nächste Meilenstein der Digitalisierung ist die Modernisierung von Lieferketten hin zu höherer Widerstandsfähigkeit, Agilität und der Fähigkeit, sich in Echtzeit anzupassen», sagt Julie Sweet, Vorsitzende und CEO von Accenture. «In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Kunden Kion und unserem Partner NVIDIA beschreiten wir neue Wege, indem wir das Warenlager mit Technologie, Daten und KI neu definieren und höhere Leistungsstandards für Warenlager setzen.»
«Die Warenlager der Zukunft funktionieren wie riesige autonome Roboter, die wiederum die in diesem System arbeitenden Roboter dirigieren», sagt Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA. «Indem Kion und Accenture Omniverse und Mega in ihre Lösungen integrieren, beschleunigen sie die Entwicklung von industrieller KI und Autonomie für das weltweite Distributions- und Logistik-Ökosystem entscheidend.»
Foto: NVIDIA
In modernen Warenlagern und Fulfillment-Centern sind sowohl Menschen als auch autonome Fahrzeuge und vollautomatische Systeme im Einsatz. So entstehen komplexe Gebilde, in denen sich Präzision und Anpassungsfähigkeit die Waage halten müssen. Schwankende Nachfrage und wechselnde Bestandsanforderungen bedrohen dieses Gleichgewicht immer wieder aufs Neue.
Mit NVIDIA Omniverse und Mega kann Kion digitale Zwillinge entwickeln, die Kunden die effizienteste und sicherste Konfiguration für ihr Warenlager ermitteln lassen, ohne dass sie dafür ihren laufenden Betrieb für Tests unterbrechen müssten. Teil der idealen Konfiguration sei die optimale Anzahl von Robotern, Mitarbeitern und Automatisierungsanlagen. Der digitale Zwilling biete ein Testfeld für alle Aspekte des Warenlagerbetriebs, einschliesslich des Anlagen-Layouts, des Verhaltens von Roboterflotten und der richtigen Anzahl von Mitarbeitern und intelligenten Fahrzeugen.
Ein wenig Grusel ist erlaubt. Abb.: NVIDIA
Über das Simulieren und Testen von Konfigurationen hinaus trainiere der digitale Zwilling Roboter darin, sich an wechselnde Bedingungen im Lager, steigende oder sinkende Nachfrage, Bestandsschwankungen und Veränderungen der räumlichen Umgebung anzupassen.
Im Zusammenspiel mit Lagermanagementsoftware von Kion weist der Zwilling virtuellen Versionen der Warenlagerroboter Aufgaben zu, wie etwa das Verschieben von Waren aus Pufferzonen zu Lagerplätzen. Unterstützt werden die virtuellen Roboter dabei von neuester KI. Sie planen ihre Aufgaben für unendlich viele Szenarien, führen sie in einer kontinuierlichen Schleife aus, verfeinern sie, und optimieren dadurch die realen Abläufe im Warenlager.
Vom Zwilling zur Realität
Für die CES-Präsentation hat Accenture eine interaktive Anwendung entwickelt, die zeigt, wie das Training wichtige Kennzahlen von Warenlagern verbessert. Dazu zählen der Durchsatz, in welcher Zeit Aufgaben erledigt werden, sowie die Zahl von Sicherheitsvorfällen und Fehlerquoten. Im nächsten Schritt werden die Partner ein fein justiertes generatives KI-Modell zur Bild- und Videoerfassung in den digitalen Zwilling integrieren. Es wird Vorgänge in den Warenlagern in Echtzeit erkennen können, um Engpässe, Unfälle und andere unvorhergesehene Ereignisse zu verhindern. Dafür werden Kameras und Roboter mit NVIDIA NIM gekoppelt – letzteres sind Dienste zur Bereitstellung von generativen KI-Modellen für Edge-Geräte.
Letztlich schaffe das Warenlager der Zukunft eine Umgebung, in der Mitarbeiter und Maschinen nahtlos und sicher zusammenarbeiten.
Von der Cloud zum Zwilling. Abb.: NVIDIA/Accenture
Es sehe mögliche Probleme voraus, visualisiert sie und passe sich an. Darüber hinaus liefere es Lagerbetreibern datengestützte Erkenntnisse. Kunden können so effizientere und widerstandsfähigere Bestände gestalten.
Das KI- und robotgestützte Warenlager der Zukunft wird auf der CES-Accenture Innovation Hub am «Venetian Convention and Expo Center», Ballsaal F, 201 Sands Ave, Las Vegas vorgestellt.