Neue Techniken für die Flut an Kunststoffgranulaten, die Schifffahrtswege und auch Binnengewässer überschwemmt. In Antwerpen rückt jetzt ein Gerät namens «Nul-O-Plastic» der Verschmutzung in in einem an der Schiffahrtsstrasse gelegenen Naturschutzgebiet auf den Leib.

 2019 startete der Hafen Antwerpen einen Wettbewerb für neue Säuberungstechniken für Kunststoffgranulate. Trotz jährlicher Aufräumaktionen bleiben Millionen kleiner Kunststoffpartikel zurück, die nicht von Hand entfernt werden können. Dies ist das Ergebnis einer historischen Verschmutzung durch Kunststoffabfälle aus Städten und Gemeinden entlang der Schelde sowie durch industrielle Kunststoffpellets, die im Hafen Antwerpen in die Umwelt gelangen. Jahr für Jahr werden diese Kunststoffe über die 350 km lange Schelde mitgeführt, um sich schliesslich im Wattenmeer und in Salzwiesen anzureichern.

Eine «Plastic Challenge» forderte die Teilnehmenden auf, eine praktikable Lösung in den Bereichen Technik, Budget, Logistik und Umwelt zu finden. Eine Jury aus Innovations- und Umweltexperten wählte einen Kunststoffsauger von Envisan (Jan De Nul Group) aus mehr als 50 Einsendungen aus. Envisan erhielt einen Scheck über 10.000 Euro und liess den Entwurf gemeinsam mit dem Hafen Antwerpen weiterentwickeln. Der fast an eine Pistenraupe erinnernde Staubsauger fährt auf Raupenketten.

Der Hafen Antwerpen hat im Jahr 2019 rund 238 Millionen Tonnen internationale Seefracht umgeschlagen. Der Standort beherbergt zudem den grössten integrierten (Petro-) Chemiecluster Europas.

 

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