Foto: DB Cargo

Im Fachjargon sind Rangierbahnhöfe «Zugbildungsanlagen». Um täglich tausende von Züge zusammenzustellen, sind Rangierloks im Einsatz. Bei DB Cargo startet jetzt ein Testfeld mit automatisierten und digitalisierten Rangier- und Bremsvorgängen, um flexibler auf Einzelanforderungen reagieren zu können und den Anschluss nicht zu verpassen.

 Das deutsche Bundesverkehrsministerium unterstützt mit sieben Millionen Euro zwei Projekte «Automatisierte Rangierlokomotive» und «Automatisierte Bremsprobe». Mit einem «Testfeld Zugbildungsanlage der Zukunft» in München-Nord soll die Zugbildung im Einzelwagenverkehr beschleunigt werden.
An den Zügen werden zum Beispiel sämtliche Bremsen vor jeder Abfahrt manuell geprüft. Durch Sensoren und Funkübertragung soll dies künftig viel schneller und aus der Ferne möglich sein. Für Projekte dieser Art gibt es bislang keine fertigen Lösungen auf dem Markt. Die Subventionierung ermöglicht die Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten. Von 2020 bis 2024 sind im Bundeshaushalt jährlich je 30 Millionen Euro vorgesehen. Die Förderquote liegt im Durchschnitt bei maximal 50 Prozent.
In München-Nord sollen weitere innovative Technologien getestet werden, mit denen auch Schäden am Güterwagen automatisch erkannt oder Arbeitsabläufe mittels Künstlicher Intelligenz effizienter organisiert werden können. Auch die Digitale Automatische Kupplung (DAK) soll im Rangierbetrieb erprobt werden.

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