Die ÖBB-Infrastruktur-Sektion hat gemeinsam mit Siemens Mobility am Bahnhof Achau in Österreich eine digitalisierte Sicherungstechnik namens «Distributed Smart Safe System» (DS3) in Betrieb genommen: Eine innovative Basis für digitales Stellwerksmanagement aus der Cloud («Interlocking in the Cloud»).

«Wir digitalisieren die Infrastruktur – das Digitale Stellwerk ist ein Baustein dabei. Dieses und viele weitere Projekte machen es möglich, die Kapazität unserer Infrastruktur zu erhöhen und gleichzeitig Sicherheit, Pünktlichkeit und Kosteneffizienz zu steigern,» sagt Johann Pluy, Vorstand der Infrastruktur-Sparte der ÖBB.
Michael Peter, CEO Siemens Mobility: «Das DS3-Stellwerk in der Cloud für die ÖBB in Achau ist ein echter Quantensprung für die Bahnindustrie. Es ermöglicht die Virtualisierung der meisten Signalisierungskomponenten, wie Stellwerksrechner oder auch ETCS. Die Züge senden ihre Positionsdaten per Funkverbindung an ein zentrales System, das für die Sicherheit sorgt, Weichen stellt, Fahrstrecken verwaltet und Autorisierungen an die Fahrzeuge sendet».
Mit dieser Technologie entstehen viele neue Möglichkeiten, die bisherig nicht oder nur äusserst eingeschränkt erreichbar waren. Beispielsweise können Signale und Weichen smart gesteuert werden und somit innovative Diagnosen, Vorhersagen von Störungen und auch die vorausschauende Wartung ermöglichen. Dadurch wird der Zugverkehr pünktlicher und leistungsfähiger, was das Verkehrsmittel Bahn attraktiver macht und die Zufriedenheit der Bahnfahrer erhöht.
DS3 ist auch die Basis für das RBC (Radio Block Center) im Zugbeeinflussungssystem ETCS. Als universell einsatzbare Plattform, heisst es, sei DS3 bei vielen Produkten der Eisenbahnsicherungstechnik wie etwa Stellwerken, Zugsicherung/RBC, Rottenwarnung, Leittechnik oder anderen sowie auch in unterschiedlichen Sicherheits-Leveln (SIL) einsetzbar.

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