Zwei Instituts-Neugründungen des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) beschäftigen sich mit der zukünftigen Mobilität: Das Institut für Systems Engineering (SE), und das für Maritime Energiesysteme (MS) in Geesthacht.

Weltweit werden rund 80 Prozent des Frachttransports über die Schifffahrt abgewickelt. Die meisten Schiffe verwenden immer noch Schweröl als Treibstoff. Dessen Verbrennung macht immerhin drei Prozent des globalen Anteils am CO2-Ausstoß aus. Hinzu kommen die Emissionen aus dem Bereich der Kreuzfahrtschiffe. Obwohl verschiedenste Einzeltechnologien für die Reduktion der Schiffs-Emissionen untersucht werden, existiert weltweit keine Institution, die die gesamte Energiewandlungskette abbildet.

Das jetzt gegründete DLR-Institut für Maritime Energiesysteme erforscht und entwickelt innovative Lösungen für die Dekarbonisierung und Emissionsreduktion. Im Mittelpunkt stehen Entwicklung und Erprobung effizienter Energiesysteme in der Schifffahrt, Verringerung des Schadstoffausstoßes durch die maritime Wirtschaft, Bereitstellung von Strom, Wärme und Kälte, die Integration von Effizienztechnologien wie Brennstoffzellen-Systemen an Bord, sowie neue Energie-Versorgungsinfrastrukturen in Häfen.

Das Oldenburger DLR-Institut für Systems Engineering für zukünftige Mobilität erforscht Methoden zur Entwicklung und Absicherung automatisierter und autonomer Verkehrssysteme der Zukunft.

Im Fokus stehen die Entwicklung neuer Engineering-Methoden und -Werkzeuge für den Nachweis von Funktionalität (Verifikation) und Praxistauglichkeit (Validierung) sowie die Weiterentwicklung vertrauenswürdiger Systeme. In drei Abteilungen befasst sich das Institut mit zentralen Fragestellungen zur technischen Vertrauenswürdigkeit von integrierten Steuerungssystemen bis hin zu vollständigen Transportsystemen in den Bereichen Automobil, Schifffahrt und Bahn.

Forschungsschwerpunkt sind Grundlagen, Methoden und Verfahren zur Steigerung der technischen Vertrauenswürdigkeit von automatisierten und autonomen Transportsystemen, Bewertungs- und Zertifizierungsmethoden für die Zulassung von autonomen Transportsystemen, Implementierung der Methoden in virtuellen und realen Testfeldern, die Entwicklung von Standards für automatisierte und autonome Verkehrssysteme, sowie eine neue Leitdisziplin Autonomik

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