Dass der Werkzeugmaschinen-Hersteller Trumpf einen Preis gewinnt, ist nicht ungewöhnlich. Schliesslich ist das Unternehmen einer der weltweit führenden Anbieter von Präzisionsgeräten und Lasertechnik. Bemerkenswert ist, dass dies nun für eine Lösung geschah, die fast alle bekannten Ortungssysteme vereint.

Bei dem Produkt omlox – open location standard – das im Rahmen der Digital Days in Hannover unter dem Vorsitz des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer ausgezeichnet wurde, handelt es sich um den ersten, offenen Standard für Ortungsdienste. An der Entwicklung waren mehr als 60 Industrieunternehmen, darunter auch Sick sowie Pepperl + Fuchs, beteiligt. Der omlox-Standard vereint alle am Markt verfügbaren Ortungsdienste, wie UWB, WLAN; BLE, GPS oder 5G. Sie werden in ein einheitliches Koordinaten-Referenzsystem überführt und können für die interne Verwendung auf Edge-Plattformen verfügbar gemacht werden oder aber für die globale Nutzung in einer Cloud. Mit omlox werden erstmals Informationen aller Ortungs-Technologien verwendbar. Es ermöglicht das Lokalisieren von Gabelstaplern, Drohnen, fahrerlosen Transportsystemen oder Werkzeugen verschiedener Hersteller mit nur einer Infrastruktur. Positionsdaten lassen sich somit in der Fabrik wesentlich breiter nutzen. Auch innerhalb von Gebäuden können Anwender Geräte millimetergenau ausfindig machen, ähnlich wie es mit GPS im Freien schon möglich ist. «Der gemeinsame Einsatz der hochpräzisen und robusten Ortung durch Ultrabreitband einerseits und weiteren Ortungstechnologien andererseits ist der Schlüssel für Ortungstechnologien in der Industrie. Industrieunternehmen können schon heute damit beginnen, vorhandene Insel-Lösungen in dieses zukunftssicherere und offene Gesamtsystem zu überführen», so Projektkoordinator Matthias Jöst.

Auch Bauteile lassen sich mit omlox orten und somit entlang der gesamten Lieferkette bis hin zur Montage exakt verfolgen.

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22.7.2020