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Ohne Vorbereitung auf künftige Zollfragen drohen Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals durch den Brexit schnell Millionenverluste sowie hohe Kosten und Gebühren.

Experten für Logistik-Software und Supply Chain-Management warnen Unternehmen, die sich vor dem Hintergrund des Ausscheidens von Grossbritannien aus der EU noch nicht um das Thema Zollabwicklung gekümmert haben. «Es ist egal, was die Politik in den nächsten Wochen noch beschliesst oder nicht: Der Brexit ist vollzogen, die Übergangsphase endet am 31. Dezember. Deshalb ist das Thema Zollabwicklung sowohl für Versender als auch für Empfänger von Waren zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich relevant. Wer sich darauf noch nicht vorbereitet hat, muss in den nächsten Wochen handeln. Abwarten und Tee trinken sei das falsche Motto in diesem Zusammenhang, sagt Ralf Düster, Vorstandsmitglied des Bochumer SCM-Softwareanbieters Setlog.

Er wisse aus Gesprächen mit vielen Kunden, die ihre Lieferketten mit Setlogs SCM-Software OSCA steuern, dass sie im Bereich Zoll Know-how aufgebaut haben und auf Logistikdienstleister setzen, die über eine IT-Infrastruktur zur effizienten Zollabwicklung verfügen. «Doch neben zahlreichen gut vorbereiteten Firmen gibt es auch einige Spätzünder im kleineren Mittelstand, die jetzt handeln müssen». Speziell jenen Kleinunternehmen, die bisher ausschliesslich im europäischen Binnenmarkt gewirtschaftet haben, mangele es an Wissen im Zollbereich.

Im ersten Schritt rät Düster Unternehmen, zu kontrollieren, inwieweit ihre Lieferketten vom Brexit betroffen sind. In einem zweiten Schritt müssen dann die notwendigen Informationen und Dokumente für eine Zollabwicklung zusammengestellt werden, damit Logistikdienstleister die Ein- und Ausfuhrzollformalitäten durchführen können. Teil dessen sei unter anderem die Nummer des Economic Operators´ Registration and Identification (EORI). Ausserdem müsse eine Vollmacht der Importeure für die Sendungsabwicklung von und nach Grossbritannien vorliegen.

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