Obenliegende Neigezylinder, sichtverbesserter Hubmast, mit den Fingern anzutippende Hebel statt grosser „Bedienstangen“. 2003 war das eine Revolution. 161000 Fahrzeuge wurden verkauft. Anfang Juli lief der letzte der 392/393er vom Band. Die neue H20 bis H35-Baureihe kommt eher raubtiermässig daher.

Die damals schon auffällige Stromlinienförmigkeit der 2,0 bis 3,5-t-Verbrenner prägte über lange Zeit hinweg den innerbetrieblichen Warenumschlag unzähliger Unternehmen. Die Markteinführung der damals neuen Gegengewichtstapler 39X von Linde MH, vor fast zwei Jahrzehnten mit einer grossen Show an der Zugspitze verbunden, war aufsehenerregend. Anfang vergangenen Monats endete diese Ära mit der Fertigung des letzten Auftrags für einen der grössten Ziegelstein-Hersteller Nordamerikas. Vorbildlich bis zum heutigen Tage: die mehrfache Abkopplung des Chassis von Antriebs- und Lenkachse sowie Neigezylindern, um den Fahrer vor Humanschwingungen zu schützen. Für einen Innovationsschub in Sachen Fahrerkomfort sorgte die elektronische Hubmaststeuerung mittels Load Control.

Künftig laufen in Aschaffenburg nur noch die Anfang des Jahres lancierten H20 bis H35 vom Band. Die sind jetzt - samt „Haifischflosse“ - serienmässig vernetzt und kommunizieren über einen Cloud-Server. Assistenzsysteme und Lichtlösungen unterstützen den Fahrer zuhauf, ein moderner, servicefreundlicher Industriemotor mit integriertem Partikelfilter und optimierter Hydrostatik sorgt für Nachhaltigkeit und hohe Produktivität.

Ein Alleinstellungsmerkmal der ist seit Jahrzehnten geblieben: der Linde-Hydrostatikantrieb, der über ein geschlossenes, wartungsfreies Hydrauliksystem die Motorkraft verlustfrei auf Antriebsräder und Hubhydraulik überträgt. Technisch immer weiter optimiert, ermöglicht er sanftes Anfahren, schnelle Fahrtrichtungswechsel sowie feinfühliges, präzises Manövrieren auf engstem Raum und sorgt für eine maximale Umschlagleistung bei minimalem Kraftstoffverbrauch.

 

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