Wie gut das FBI auf seine Dokumente achten muss, hat das Beispiel seines Ex-Chefs James Comey gezeigt, als er gegen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump ermittelte. Das Zentralarchiv der US-Ermittlungsbehörde arbeitet seit kurzem mit einem AutoStore-System, das von Swisslog installiert wurde.

Die General Services Administration (GSA), zuständig für Büros, Büroausstattung, Telekommunikations-Ausrüstung und Transportkapazitäten der US-Behörden, richtete das zentrale Archivierungslagers für das Federal Bureau of Investigation in Winchester, Virginia, ein. Dazu gehört das erste Lager mit robotergestützter Ein- und Auslagerung in einem Projekt dieser Verwaltung.

Auf mehr als 23000 Quadratmetern werden in der nach vorgegebenen Sicherheitskriterien hochmodernen Anlage Unterlagen archiviert, die zuvor an 256 Aussenstellen auf der ganzen Welt untergebracht waren. Zu dem Gebäudekomplex für fast 500 Mitarbeiter gehören außerdem ein Bürogebäude, ein Besucherzentrum, ein Stand für Wachpersonal und ein Parkplatz.

Im März wurde der Komplex vom Nationalarchiv für die offizielle Lagerung von 188 Kilometern an Papierakten zertifiziert. Aufeinandergestapelt würden diese Unterlagen bis zur Hälfte des Wegs zur Internationalen Raumstation reichen.

Nach einem Vergleich mehrerer Technologien hatte sich das Projektteam für die Lagerlösung AutoStore zur Automatisierung der Ein- und Auslagerungsvorgänge entschieden. In dem System mit seiner Dichte von 100% werden Gänge eliminiert und der gesamte verfügbare Raum für die Lagerung genutzt. Die funkgesteuerten Roboter bewegen sich entlang des bekannten Gitterrasters, um von 360 000 Lagerbehältern den jeweils gewünschten aus dem Lager zu entnehmen.

Die Kundensoftware verfolgt sowohl Akten- als auch Behälternummern, sodass die Roboter sicher betrieben werden können, ohne dass der Dienstleister selbst etwas über den Inhalt der Akten erfährt. Für Begeisterung beim Auftraggeber hatte auch die Ansage gesorgt, dass zehn der AutoStore-Robots gerade mal soviel Energie verbrauchen wie ein handelsüblicher Staubsauger.

Fotos: Swisslog / GSA

Durch die hohe Lagerdichte, heisst es, werde der für die Unterbringung der Akten erforderliche Platzbedarf erheblich verringert, was wiederum Kosten für die Miete einspare und Platz für anderen Bedarf freisetze.

Darüber hinaus spare das System erhebliche Zeit beim Auffinden und Auslagern der Akten, sodass sich die Mitarbeitende auf Tätigkeiten mit höherem Mehrwert konzentrieren könnten.

Hier das Video

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