Drohnen sind mittlerweile im Dutzend in der Lage sich untereinander zu verständigen. Das erfordert kurze Reaktionszeiten, an denen das Fraunhofer IML unter Leitung von  Professor Michael ten Hompel arbeitet.

 Der Geschäftsführende Direktor des Dortmunder Fraunhofer-Instituts ist überzeugt, dass selbstlernende Systeme mit einer Sicherheits-Architektur versehen sein sollten, die von Anfang an implementiert werden muss.  Der Drohnenschwarm, mit dem die Fraunhofer-Forscher in ihrer Versuchshalle in Dortmund ihre Testflüge absolvieren, ist bereits weitgehend autonom unterwegs. Die tennisballgrossen Flugkörper tauschen wie ein Vogelschwarm Zieldaten und Bewegungsrichtungen miteinander aus. Sie bestimmen Ausweichkurse und verhandeln untereinander, welches Gerät im nächsten Augenblick welche Aufgabe übernimmt.

Natürlich gibt es noch ein paar praktische Fragen. Etwa die, wie und auf welchen Kanälen künftig die Kommunikation stattfinden soll. Oder  wie lange der Akku hält. Zu Versuchszwecken werden momentan auf schmalen Frequenzbändern, genannt Narrow Band IoT, SMS-ähnliche Datenpakete getestet. Langzeit-Tracker kommen von der IT-Company Gimasi im Tessin. Die «IoT»-Company ist auf Niedrigenergie - Weitverkehrsnetzwerken a la Low Power Wide Area Networks (LPWAN) spezialisiert. Der nächste Schritt liegt in der Anwendung von 5G, das in einem dichten Netz mit relativ wenig Energie in der Lage sein wird, in Echtzeit mit den grossen Clouds und Mega-Rechenzentren zu kommunizieren, die im Hintergrund arbeiten.  Die Systeme müssen «in sich» sicher sein, fordert ten Hompel. «Wir sollten den Stecker in der Hand behalten».