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In Deutschland werden rund 3 Mrd. Pakete und 14 Mrd. Briefe pro Jahr verschickt. Bei der deutschen Bundesnetzagentur gingen bis 15. Dezember 17930 Beschwerden (2019 waren es 18209) über mangelhafte Postdienstleistungen ein. Zum Jahresende 2020 werden die Zahlen nicht sinken.

Viele Beschwerden bei der Behörde, die hier als Kontrollinstanz fungiert, betreffen gleich mehrere Themen, und gut die Hälfte den Paketbereich. Davon entfielen 27 Prozent auf die Wettbewerber der Deutschen Post DHL. Rund 34 Prozent aller Themen betrafen den Bereich Brief. Davon entfielen 95 Prozent auf die Post.

Bis Mitte des letzten Monats in 2020 erreichten die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur 1749 Schlichtungsanträge. 2019 waren es 1453 Anträge. Mit rund 80 Prozent bezieht sich die Mehrheit der Anträge auf Paketsendungen. Die häufigsten Gründe für ein Schlichtungsbegehren, heisst es, seien verlorene, entwendete oder beschädigte Pakete.

Die Mehrheit der grossen Paketdienstleister, soviel sei gesagt, schliesst ihre Teilnahme an Schlichtungsverfahren in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus. Der ordentliche Rechtsweg kommt andererseits wegen des geringen Streitwerts oft gar nicht erst in Betracht.

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