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Die Schweizerische Post hat zu Ende September immer noch einen Gewinn erwirtschaftet. Das Paketgeschäft im eCommerce nahm um 21,5 Prozent zu. Das reicht aber nicht, um sämtliche Negativfolgen der Pandemie auszugleichen, sondern allenfalls für eine leichte Stabilisierung der Gesamtsituation.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzen der Post, heisst es, könnten Ende Jahr weniger gross sein, als zum Schluss des zweiten Quartals befürchtet. Das Jahresergebnis hänge nun stark vom weiteren Verlauf der Pandemie und der Auslastung ab. Das Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten drei Quartalen belief sich auf 176 Millionen Franken, 195 Millionen weniger als im Vergleichszeitraum 2019 . Auch der Betriebsertrag fällt geringer aus. Mit 5113 Millionen Franken ist er 187 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr.

Die Mengen im Briefgeschäft gingen bei den adressierten Briefen im Vergleich zum Jahr 2019 um 6,8 Prozent zurück, im Zahlungsverkehr gab es 14,9 Prozent weniger Zahlungen am Schalter und der Zinsertrag von PostFinance fiel um 25 Millionen Franken tiefer aus als vor Jahresfrist. Diese Kennzahlen entwickeln sich allerdings schon seit längerer Zeit rückläufig. Teilweise wurde der negative Trend aber durch die Corona-Krise zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig können die wachsenden Paketmengen die negativen Effekte in den anderen Geschäftsbereichen nicht kompensieren (siehe Kasten).

Post-Finanz-Chef Alex Glanzmann: «Dank der guten Basis, die sich die Post in den letzten Jahren erwirtschaftet hat, können wir die aktuellen finanziellen Herausforderungen aus eigener Kraft meistern.» Die Post rechnet jedoch insgesamt mit einem negativen Ergebniseffekt im dreistelligen Millionenbereich.

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