Die Raumordnungsverfahren für die unterirdischen Korridore und Hubs von Cargo sous Terrain sollen in den jeweiligen Kantonen parallel und nicht hintereinander durchgeführt werden. Dafür hat der Bundesrat den Weg freigemacht. «Als privat finanziertes Vorhaben sind wir auf Rechtssicherheit angewiesen», so Verwaltungsratspräsident Peter Sütterli.

Ein entsprechender Gesetzesvorschlag für das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG) wurde an das Parlament überwiesen. Das Gesetz soll die Planung, den Bau und Betrieb der unterirdischen Güterlogistik-Infrastruktur regeln und Rechtssicherheit für die Investoren schaffen. Das Gesamtlogistiksystem CST wird allen Transporteuren diskriminierungsfrei zur Verfügung stehen. CST seinerseits hiess mit den Vaudoise Versicherungen einen weiteren Investor für die Baubewilligungsphase willkommen, die mit rund 100 Mio. Franken zu Buche schlagen dürfte.  Gleichzeitig haben auch andere Schweizer Investoren ihre Beiträge für die Baubewilligungsphase erhöht und stellen bereits heute zusätzliche Mittel zur Verfügung.

«Es freut mich besonders, dass wir dank der neuen Schweizer Investoren und dem Ausscheiden der chinesischen Geldgeber die Schweizer Mehrheit auf zwei Drittel aller Aktien in der Baubewilligungsphase ausbauen können», erklärt Daniel Wiener, Leiter Investor Relations bei CST. «Gleichzeitig stützen uns weiterhin europäische Investoren, die eine breite, internationale Erfahrung mit privat finanzierten Infrastrukturen mitbringen», ergänzt der CST-Finanzchef. 

CST-Präsident Peter Sutterlüti freut sich über die heutige Ankündigung des Bundesrates und die breite Unterstützung für CST: «Wir sind der Landesregierung und dem Bundesamt für Verkehr sehr dankbar, dass sie uns ermöglicht haben, diesen wichtigen Meilenstein zu erreichen.» 

Das Rückgrat des Systems bildet ein im Endausbau 490 Kilometer langes Tunnelsystem von Genf bis St. Gallen und von Basel nach Luzern mit einem zusätzlichen Ast, der Bern mit Thun verbindet. Das CST Citylogistik-System knüpft nahtlos an den gebündelten Tunnelzugang zu den Städten an und nutzt Synergien in der oberirdischen Ver- und Entsorgung. Es entlastet die Städte um bis zu 30 Prozent des Lieferverkehrs und 50 Prozent der Lärmemissionen. Das soll ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Die CST AG ist im Jahr 2017 aus dem seit 2013 bestehenden Förderverein hervorgegangen. Zahlreiche Schweizer Firmen der Industrie, Transport-, Logistik-, Detailhandels-, Telekom-, Finanz-, und Energiebranche sind als Investoren, Aktionäre und Projektpartner an der Umsetzung von Cargo sous terrain beteiligt und arbeiten aktiv am Lösungskonzept mit. Die CST AG mit Sitz in Basel und dem operativen Büro in Olten beschäftigt neun Mitarbeitende. Erste operative Anwendungen der Citylogistik und der IT-Plattform werden bereits vor der Eröffnung des Gesamtsystems gestartet.

 

www.cst.ch