Nicht mehr abstrakt, sondern konkret: Die Steckkarte mit dem Miniatur-Display, befestigt an einer Palette oder anderen Ladungsträgern, nennt sich «Blockchain Device», wird künftig eigenständig verhandeln, Lieferketten steuern und Zahlungen entgegennehmen. Der Akku hält bis zu zwei Jahre.

Der elektronische Unterhändler ist sensorbestückt, mit einem dual A7 Core-Prozessor und 1GB an Arbeitsspeicher ausgestattet. Er ist wichtiger Bestandteil der kürzlich vorgestellten «Silicon Economy», made in Germany, und soll in der Lage sein temperaturempfindliche Lebensmittel, Medikamente und Impfstoffe auf ihrem Weg in weltweiten Lieferketten zuverlässig zu überwachen.

Bilder: IML

 

Damit wird Realität, was von manchem bis vor Kurzem noch als blosse Vision abgetan wurde. Digitale Miniatur-Plattformen dieser Art, sind sich die Leiter des Fraunhofer IML, Michael ten Hompel und Michael Henke sicher, sollen künftig zentraler Dreh- und Angelpunkt einer digitalisierten Logistik sein. Durch sie werde jede Aktion über das Blockchain-Netzwerk eindeutig identifizier- und nachverfolgbar sein.

Das «Blockchain Device» ist eine vollständige Neuentwicklung, angefangen bei der Computer-Hardware über die Software des Temperatursensors bis zum Blockchain Client. Nur 9 mm hoch, kann es wie eine Einsteckkarte in einen Standardbehälter eingesteckt werden. Es verfügt über 5G-kompatible Kommunikation, ein hochauflösendes ePaper-Display (1440 x 1072 Pixel) und eine Reihe von Sensoren (Temperatur, Beschleunigung, Lage). Die Akkulaufzeit beträgt im Dauerbetrieb mehr als 14 Tage und im Low-Power-Betrieb mehr als zwei Jahre.

Das Device ist «IDS ready», also für die Implementierung in den International Data Space vorbereitet.

 

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