Aus dem Nachteil einen Vorteil machen: Der bvl-Logistikkongress in Berlin startete mit erkennbar grosser Beteiligung aus der Schweiz und Qualitäten, mit denen zu früheren Zeiten nur grössere Sendeanstalten aufwarten konnten: Live-Bilder, direkten Diskussionsbeiträgen und dem forcierten Aufbruch in neue Zeiten.

«Vielleicht ist die Pandemie tatsächlich der Schock, den wir gebraucht haben», sagt Christoph Bornschein von der Berliner Digitalagentur «Torsten, Lucie und die Gelbe Gefahr». Viele grosse Themen scheinen hinter den Pandemie-Auswirkungen kleiner geworden zu sein. «Das sind sie aber nicht», sagt der bvl-Vorstandvorsitzende Thomas Wimmer zum Auftakt im «Interconti» in Berlin. «Strukturelle Herausforderungen der Wirtschaft, nationale Egoismen, der Klimawandel, die Verkehrswende, die digitale Transformation, sie sind alle noch da», so Wimmer in seiner Eröffnungsrede. Allen Akteuren im Wirtschaftsbereich Logistik sei jedoch eines gemeinsam: «Wir wollen die Chancen der Krise für eine robuste Gestaltung der Lieferketten nutzen, zum Beispiel den Digitalisierungsschub, die Überprüfung von Sourcing-Strategien und des Primats der Kostenminimierung.»

 

 

Mit dabei sind zahlreiche Branchenteilnehmer aus der Schweiz und in Zeiten des eCommerce notwendigerweise auch diejenigen, die vom online-Geschäft profitieren: Intralogistiker, die Sortierungskapazitäten erweitern, die Distribution beschleunigen und digitale Anwendungen vorantreiben: Sick, Beumer, ssI Schäfer, Jungheinrich, Siemens und TGW als Nominiertem beim Deutschen Logistikpreis. Am Donnerstag findet eine komplette Sequenz unter Moderation von Nicole Schnittfeld, Leiterin der Geschäftsfeldentwicklung bei der Schweizerischen Post und Mitglied des bvl-Förderbeirats zur «Transformation von Geschäftsmodellen» statt.

Nicole Schnittfeld (Post CH). Bild: bvl

Wimmer betonte die Gleichzeitigkeit von «Nachhaltigkeit durch Effizienz». Höhere Wirtschaftlichkeit durch weniger Ressoucenverbrauch sei praktizierter Umweltschutz, so der Vorstandsvorsitzende. «Um den Ressourcenverbrauch und damit die Emissionen weiter zu senken, müssen wir den Hebel an den richtigen Stellen ansetzen», so Wimmers Appell.

 

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