Radarwarngeräte sind unter Autofahrern schon lange Usus. Sie helfen Pkw-Fahrern teils empfindliche Strafen zu vermeiden, wenn sie die angesagte Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Eine Variante für die internationale Seeschifffahrt warnt Schiffskapitäne vor Kontrollen maritimer Behörden, wenn sie mit zu hohen Abgaswerten auf überwachte Emissionszonen zusteuern. Das erspart teils siebenstellige Bussgelder.

Sensorhersteller Sick, am Rande des Schwarzwalds im badischen Waldkirch beheimatet, rüstet nicht nur Robot- und fahrerlose Systeme mit Scannern,  Laser- und Sicherheitssystemen aus, sondern inzwischen auch zahlreiche Schiffe mit Messgeräten. Ein lohnenswertes Marktsegment. Denn die sind seit Anfang 2020 verstärkt auf weltweit rund 60.000 «Pötten»gefragt, wenn es um Grenzwerte geht, die mit Beginn des Jahres von 3,5 auf 0,5 Prozent Schwefel für teils mit extrem schmutzigem Schweröl betriebene Frachter gesenkt wurden. Per Internet mit der Reederei verknüpft, melden sie Fehler, verstopfte Filter oder anderweitige Funktionsmängel «online» und in Echtzeit an den Schiffseigner.  Wenn ein Schiff mit abgeschalteter Abgasreinigung einfährt, erreichen die Strafen schnell Millionenhöhe.