Es gibt Branchen, die vor allem davon leben, dass sie Handel treiben und internationale Beziehungen pflegen. Die Logistik gehört dazu. Viele im Transportbereich fühlen sich von der sogenannten «Kündigungsinitiative» bedroht. Kaum verwunderlich.

Vor allem im Dreiländereck um Basel wehren sich zahlreiche Unternehmen, Verbände und Organisationen gegen den in Form einer Volksabstimmung auf 27. September angesetzten Vorstoss, durch den die Bilateralen Verträge mit der EU auseinanderbrechen könnten. Auf Betreiben der SVP soll vor allem der Zuzug von ausländischen Facharbeitskräften aus dem EU-Raum zahlenmässig klar begrenzt werden.

Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel (HKBB) fordert zu einem klaren «Nein» auf. «Die Nordwestschweiz», meint auch der Leiter Aussenwirtschaft der Handelskammer beider Basel, Gabriel Schweizer, sei stark «auf ausländische Fachkräfte aus der EU» und die Schweiz als Exportnation auf einen hindernisfreien Zugang zum europäischen Markt angewiesen». Sollte die Kündigungsinitiative angenommen werden, sei dies eine enorme Belastung für die Firmen der Region, insbesondere auch für die grossen, exportorientierten Unternehmen, wie beispielsweise die Pharmaindustrie, und rund 67000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger. «Es wäre völlig unklar, (…) wie der unbestrittene Bedarf an ausländischen Fachkräften, beispielsweise auch in Spitälern, gesichert werden könnte».(Fotos: Koch / HKBB)

 

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