Installieren einer Kranbahn in der künftigen Ausbildungswerkstatt

Schon einen einzigen Container mit Baumaterial und bescheidener Gerätschaft dorthin zu schaffen, kostet enormen Aufwand. Auf rund 7000 Quadratmetern nimmt in dem kleinen Ort Chala ein Berufs- und Trainingscentrum Gestalt an, in dem später bis zu 100 Schüler ihr Handwerk lernen sollen.

Es ist eine Berufsfachschule für Wasserversorgung und Solaranlagen,die dort entsteht, um jungen Menschen in der auch für Tansania rückständigen Region Rukwa, westlich des zweitgrössten Binnenmeeres in Afrika, dem Tanganjikasee, die Chance zu geben, durch das Erlernen eines in Tanzania anerkannten Berufs eine Existenz aufzubauen.

Im Rahmen eines ebenfalls laufenden landwirtschaftlichen Projektes konnten im Lauf von zwei Jahren bereits ein Anhänger, eine Sämaschine und ein Pflug angeschafft werden. Für rund 10000 Einwohner im Umkreis gelang es, eine Trinkwasserversorgung aufzubauen. Mit rund 16000 Euro an Aufwand und unzähligen Arbeitsstunden auch nicht eben «geschenkt».

154 Mitglieder zählt gegenwärtig der Verein Elimu4afrika (Elimu,Suaheli für «Bildung»), der sich – gegründet auf der Baar nördlich von Schaffhausen - der Hilfe für den kleinen Ort Chala unweit des Tanganjika-Sees verschrieben hat. 9895 Euro aus Mitgliedsbeiträgen sowie ein beachtliches Spendenaufkommen von 55748 Euro wurden im zurückliegenden Jahr erzielt. Keine Zeit sich auszuruhen: Die Bauausgaben am künftigen Ausbildungszentrum beliefen sich auf 72547 Euro.

Die Elektroinstallation sowie die Wasser- und Abwasserleitungen sind verlegt, die Türen sind eingebaut und die Böden sind fertiggestellt. Bereits Anfang des Jahres waren Roland Ketterer, Vorstand des Vereins, Kerstin und Frieder Milse nach Tansania geflogen. Ein per Container angelieferter Stahlträger für die Werkstatt wurde angelegt und eingemauert, 130 m Dachrinnen rund um den Gebäudekomplex montiert und ein Leck im Trinkwassertank geschweisst.

Im März/April wurden auch in Tansania Corona-Verhaltensregeln ergriffen, Versammlungs- und Kontaktbeschränkungen erlassen. Schulen wurden für drei Monate geschlossen. Im Juni konnten die Arbeiten dann mit einem kleineren Bautrupp fortgeführt werden.

Fotos: Elimu4afrika / Ketterer

Die Bevölkerung in der Region Rukwa sei bislang von Covid-Erkrankungen weitgehend verschont geblieben, sagt Roland Ketterer, der Ende September allein nach Chala flog. Ketterer, passionierter Heizungstechnik- und Wasserversorgungs-Fachmann, half die Wasserleitungen im Komplex fertigzustellen. Das Eingangstor steht, mit dem Baubeginn am Porterhaus ist das Schulgebäude inzwischen von drei Seiten her abgeschlossen.

 

www.elimu4afrika.com