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Von der Task Force «Perspektive Berufslehre 2020» eingeholte kantonale Trendmeldungen weisen auf eine stabile Lehrstellensituation hin. Gesamtschweizerisch sind laut Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBF per Ende August 2020 rund 73000 Lehrverträge unterzeichnet worden.

Dies entspräche 96% der im Vorjahr abgeschlossenen Lehrverträge. Die Zahl der bis August 2020 abgeschlossenen Lehrverträge, heisst es, liege gesamtschweizerisch sogar leicht über den Vorjahreswerten.

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben während des Sommers 2020 ihre Massnahmen zur Stabilisierung des Lehrstellenmarktes intensiviert. Insbesondere haben sich in den letzten Wochen grosse Aufholeffekte in der Westschweiz und im Tessin ergeben. In einzelnen Regionen der Deutschschweiz sind im Vergleich zu 2019 sogar mehr Lehrverträge abgeschlossen worden.

Unter Berücksichtigung der Verzögerungen im Rekrutierungsprozess wegen des Corona-Lockdowns und mit Blick auf die Verlängerungsfrist für Lehrvertragsabschlüsse bis Herbst 2020 stünden die Chancen gut, dass Jugendliche ohne Anschlusslösung noch eine Lehrstelle finden. Die Stabilisierung des Lehrstellenmarkts sei zum einen auf die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen zurückzuführen. Es zeige sich, dass die Berufsbildung insgesamt gut aufgestellt sei und die Unternehmen an der Sicherung des Nachwuchses festhalten.

Zum anderen haben während der Sommermonate die Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt ihre Anstrengungen verstärkt, Jugendliche auf Lehrstellensuche zu unterstützen und ihnen so den Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Im Rahmen des von der Task Force «Perspektive Berufslehre 2020» im Mai 2020 lancierten Förderschwerpunktes «Lehrstellen Covid-19» wurden rund 40 Gesuche aus allen Landesteilen beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI eingereicht.

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