Bild: Nico Pudimat/Dachser

Driton Ismajli kam durch den Hinweis eines Bekannten 2004 zu Dachser. Vom ungelernten Lagermitarbeiter stieg er zum Lagermeister mit Führungsverantwortung auf. Schritt für Schritt bildete er sich weiter: Er absolvierte die Ausbildung zum Logistiker EFZ und die Weiterbildung zum Sicherheitsbeauftragten im Lager. Ganz schön anstrengend - aber zielführend

Im Lager in Regensdorf (ZH) gibt Driton Ismajli den Ton an und den Takt vor. «Ich habe eigentlich immer gute Laune. Die Arbeit im Lager macht mir Spass. Wir müssen konzentriert, schnell und sorgfältig arbeiten. Aber manchmal erzählen wir uns auch einen Witz», erklärt er strahlend.

«Als ich in die Schweiz kam, hatte ich erst nur Hilfsjobs, habe auch kurz als Chauffeur gearbeitet. Das Unterwegssein lag mir aber nicht. Dann bekam ich von einem Bekannten den Hinweis, dass bei Dachser eine Stelle im Lager frei sei. 2004 - vor dem Umzug von Dachser von Dübendorf nach Regensdorf - war ich der Jüngste im Team. Nach drei Monaten Probezeit hat mich der Chef übernommen – als ungelernte Arbeitskraft aus dem Kosovo mit nicht perfektem Deutsch. Das war mein erstes Erfolgserlebnis.»

Dank seiner zupackenden Art, seiner Neugierde und Freude, immer wieder etwas Neues dazuzulernen, eroberte er sich schnell eine feste Stelle im Team. Er wurde die rechte Hand des Lagerleiters und dann, 2011, selbst Lagermeister. Heute leitet er ein Team von 13 Lagermitarbeitenden, zwei Lernenden und eine Temporärkraft.

 «Die Aus- und Weiterbildungskurse waren neben dem Job manchmal ganz schön stressig. Ich habe aber viel Unterstützung vom Speditionsleiter in Regensdorf und von meiner Familie bekommen. Im Nachhinein war es doch alles gut», meint Driton.

Heute verlangt er von Bewerbern, dass sie mindestens eine Ausbildung als Logistiker EBA gemacht haben. Worauf schaut er sonst noch? «Im Lager muss man anpacken können, körperlich fit sein», sagt Driton Ismajli. Er selbst war früher Kickboxer und geht heute ins Fitness-Studio. «Man sollte aber auch konzentriert arbeiten, mit dem Computer umgehen können und zahlenaffin sein. Geduld, Fairness im Umgang mit anderen, Offenheit und Respekt vor anderen Kulturen sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen. Sonst geht es nicht», meint er. «Bei uns liefern Chauffeure aus rund 40 Nationen Waren an oder wollen sie abholen. Jeder tickt anders. Übersetzungs-Apps auf dem Mobiltelefon haben die Kommunikation mit ihnen allerdings leichter gemacht.»

Als Lagerleiter hat Driton Ismajli eine Brückenfunktion zwischen seinen Mitarbeitern, HR, Dispo, Import und Export, Service, Zoll und Chauffeuren. Hier ist ein gewisses Fingerspitzengefühl gefragt. «Die Anforderungen im Lager sind heute ganz andere als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Alles ist viel professioneller geworden», sagt Driton Ismajli. «Wir müssen nicht mehr so schwer heben, aber schneller arbeiten. Neue Techniken wie Scanner und Tablets haben unsere Arbeit einfacher gemacht. Die Digitalisierung und Automatisierung macht uns effizienter.» Manches sei auch schwieriger geworden: zum Beispiel das Arbeitsrecht, Vorschriften für Verpackungen, Gefahrgut, Dokumentierung beim Wareneingang und –-ausgang.

«Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit. Mein Team arbeitet gut. Wir haben viel Verantwortung. Bei Dachser kannst Du ständig etwas dazu lernen, Dich weiterentwickeln. Das gefällt mir. Mein Traum: dass Dachser eine Niederlassung im Kosovo eröffnet», sagt Driton.

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